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Abgesagt: Literarischer Sommer / Literaire Zomer 2020: Lia Tilon „Der Archivar der Welt“

22 Jul, 2020

Abgesagt: Literarischer Sommer / Literaire Zomer 2020:  Lia Tilon „Der Archivar der Welt“

Da es Probleme mit der Anreise von Lia Tilon aus Spanien gibt (sie lebt dort), muss die Lesung leider abgesagt werden. –

Sonntag, 23.08.2020, 11:00 Uhr
Museum Schloß Moyland, Am Schloß 4, Bedburg Hau

Eintritt: 10 Euro, erm. 8 Euro, VVK: Schloss Moyland & Buchhandlung Hintzen (Es gelten die aktuellen Corona-Schutzbestimmungen. Die Platzvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung an der Kasse.)


Die Idee zum Roman entstand, als Lia Tilon ( geboren 1965 in Broek in Waterland) im Zuge einer Recherche zu Albert Kahn auf die Tagebücher seines Chauffeurs Alfred Dutertre stieß. Nach einer wahren Begebenheit erzählt „Der Archivar der Welt“ die Geschichte eines großen humanistischen Abenteuers und von der Freundschaft zweier ungleicher Männer, von einer Reise, die Welten verbindet und aus zwei Männern Freunde macht: Eigentlich ist Alfred Dutertre der Chauffeur des Pariser Bankiers Albert Kahn. Jetzt soll er für ihn zum Fotografen werden: Kahn plant ein Archiv der Welt in Bildern, ein Projekt für den Frieden, das die Völker der Erde näher zusammenbringen soll.Dutertre und Kahn brechen auf zu einer Reise, nach Japan, Hawaii, in die Mongolei. Als Kahn sein Vermögen in der Weltwirtschaftskrise verliert und sich schwer krank zurückzieht, bleibt Dutertre an seiner Seite, und in über 72.000 Fotos blicken sie gemeinsam zurück.
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)

Foto: © Jildiz Kaptein

Leider doch abgesagt: Lesung mit Karin Kalisa aus „Radio Activity“

20 Jan, 2020

Leider doch abgesagt: Lesung mit Karin Kalisa aus „Radio Activity“

Nach langen Überlegungen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir unter den geltenden Corona-Vorschriften im Museum Kurhaus mit nur ganz wenig Publikum diese Lesung der aus Berlin anreisenden Autorin nicht sinngebend durchführen können. Schweren Herzens haben wir uns darum für eine Absage entschieden.

Wer schon eine Karte erworben hatte, kann sich an der jeweiligen Vorverkaufsstelle das Eintrittsgeld erstatten lassen – oder dieses für den Freundeskreis Museum Kurhaus spenden.

Wir danken allen für Verständnis und Geduld!

12 € VVK / VVK: Museum Kurhaus, Buchhandlung Hintzen

Karin Kalisa hätte aus ihrem aktuellen Roman gelesen und mit Ludger Kazmierczak/WDR gesprochen:

„Eine Sprache finden für das, was verschwiegen wird, zuhören, ganz Ohr sein für das, was sich nicht leicht und laut sagen lässt“, so benennt Karin Kalisa das Hauptanliegen ihres neuen Buches. „Radio Activity“ (C.H.Beck Verlag) ist ihr zweiter Roman, er ist vielschichtig und der Titel mehrdeutig.

Kalisas junge Protagonistin kehrt zurück in eine heimatliche Küstenstadt. Unter ihrem Piratennamen „Holly Gomightly“ macht sie dort mit zwei jungen Wegbegleitern Radio, muss sich aber auch von ihrer sterbenden Mutter verabschieden, erfährt dabei ein Geheimnis und macht sich bald auf die schwere Suche nach Gerechtigkeit. Es gibt viel zu tun und auch viel „Versehrung“ in dieser Geschichte. Dazu einen Sound-Track, Zynismus von Worten, aber auch einen tiefen Glauben an die Menschlichkeit.  Radio-Aktivität geschieht auf mehreren Erzählebenen, privat, sozial, politisch, zwischen Sprechen und Schweigen, mit Wirkung in die Zukunft. Die drei Kapitel „ON“, „STAY“ und „OFF“ sind ein Balanceakt zwischen Rache, Mut, Besinnung, Aufbruch, Justiz und zivilem Ungehorsam.

Karin Kalisa erzählt leichtfüßig, aber mit bestechender Sprache und anhand eigenwilliger Charaktere von Freundschaft, der Lust am Radiomachen, dem Gestaltungswillen junger Menschen,  von juristischen Regelungen, vor allem aber von einem brisanten Kampf gegen Verjährung, für Vegeltung und Vergebung.

Karin Kalisa studierte Japanologie, Asienwissenschaften und Sprachphilosophie und lebt nach Stationen in Tokyo und Wien in Berlin. Ihr Debüt-Roman „Sungs Laden“ war ein Bestseller-Erfolg und wurde in mehreren Sprachen übersetzt.

Für Karin Kalisa ist Radio höchst lebendig, ein Mittel von Information und Teilhabe, sie hat eine ausgeprägte Schwäche für’s Radiohören und ihren immer mitreisenden Weltempfänger. Darum moderiert die Lesung kein anderer als Ludger Kazmierczak (WDR Kleve).

– eine Veranstaltung der Buchhandlung Hintzen und des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V., mit freundlicher Unterstützung des C.H. Beck Verlags –

Movie & More: Anne Gesthuysen liest aus „Mädelsabend“

4 Okt, 2019

Movie & More:                   Anne Gesthuysen liest aus „Mädelsabend“

Donnerstag, 12. Dezember 2019, Tichelpark Cinemas Kleve

18 Uhr Einlass / Apéro / Meet & Greet – 19.30 Uhr Lesung

Eintritt: 17 € VVK / 19 € Abendkasse – Karten ab sofort bei uns in der Buchhandlung, an der Kinokasse und unter www.kleverkinos.de

Anne Gesthuysen liest aus ihrem Roman „Mädelsabend“

– eine Veranstaltung von Trendguide Niederrhein, Tichelpark Cinemas und Antenne Niederrhein in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Hintzen –

ZUM BUCH:

Oma und Enkelin – zwei starke Frauen vom Niederrhein und die Frage: Wie viel Ehe verträgt ein erfülltes Leben?

Eine Ehe steht nach sechzig Jahren vor dem Aus – und eine junge Mutter ringt um eine Entscheidung, die nicht nur ihr Leben bestimmen wird. Ruth und Walter leben seit Ruths Sturz im Seniorenheim Burg Winnenthal. Walter möchte am liebsten sofort zurück nach Hause, die vielen lebenslustigen Witwen hier sind ihm unheimlich. Ruth hingegen genießt die Gesellschaft von Gleichgesinnten. Sie lauscht den Lebensgeschichten der anderen Frauen und singt endlich wieder im Chor. Keine zehn Pferde werden sie hier wegbringen. Als ihre Enkelin Sara, Mutter eines kleinen Sohnes, die Zusage für ein Forschungsstipendium in Cambridge erhält und von ihrem Mann vor eine Entscheidung gestellt wird, sucht sie Rat bei Ruth. Geschickt verwebt Anne Gesthuysen Gegenwart und Vergangenheit und erzählt von einem bewegten Frauenleben am Niederrhein, das den Bogen vom Zweiten Weltkrieg über die piefigen Fünfziger- und die wilden Siebzigerjahre bis in die Jetztzeit spannt. Von der Liebe und kuriosen Hochzeitsbräuchen, von Karnevalstraditionen und Anti-AKW-Treckerfahrten. Von den Herausforderungen einer Jahrzehnte währenden Ehe, von patriarchalen Machtstrukturen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Humorvoll, warmherzig und feinfühlig spürt sie der Frage nach, was zwei Menschen zusammenhält und welche Bedeutung Freiheit und Selbstverwirklichung haben. Eindrücklich zeigt sie, dass es keine einfachen Antworten gibt, nur individuelle Wege zum Glück.

ZUR AUTORIN:

Anne Gesthuysen wurde 1969 am unteren Niederrhein geboren. Nach dem Abitur in Xanten studierte sie Journalistik und Romanistik. In den 90er-Jahren arbeitete sie bei Radio France. Als Reporterin hat sie für WDR, ZDF und VOX gearbeitet, schließlich auch als Moderatorin. Ab 2002 moderierte sie das »ARD-Morgenmagazin«. Diese Nachtschichten gab sie nach dem großen Erfolg ihres ersten Romans »Wir sind doch Schwestern« Ende 2014 auf, um sich tagsüber an den Schreibtisch zu setzen und weitere Bücher zu schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann, Frank Plasberg, und ihrem Sohn in Köln. In der Quizshow »Paarduell« stellt das Ehepaar Wissen, Schlagfertigkeit und Teamgeist unter Beweis. Quelle: Kiepenheuer & Witsch

ANNE GESTHUYSEN –

ein Porträt von Katja Meenen, Trendguide Niederrhein

Von Reporterin zu Moderatorin zu Bestseller-Autorin: Power-Frau mit Witz und Charme

Der Niederrhein hat zahlreiche Persönlichkeiten hervorgebracht, die weit über die Region hinaus bekannt sind. Nachdem wir bereits verschiedene Berühmtheiten wie die Katjes Katze, Schauspieler Guido Broscheit, Alltours-Gründer und Chef Willi Verhuvenn, Multitalent Dolly Buster, Modedesigner Guido Maria Kretschmer, Comedy-Talent Mirja Boes oder auch Comedian Heinz Groening und Fußball-Weltmeister Rainer Bonhof vorgestellt haben, ist es nun Zeit für eine weitere erfolgreiche Frau, die tief in der Region verwurzelt ist.

Ihr erster am Niederrhein spielender Roman verkaufte sich über 600.000 Mal – und machte die gebürtige Veenerin zur literarischen Botschafterin des Niederrheins. Letztes Jahr ist Anne Gesthuysens dritter Roman erschienen, und auch „Mädelsabend“ ist eine Homage an die Menschen der Region. Die Autorin verwebt Szenen aus dem Leben von Oma und Enkelin, zweier faszinierender Frauen vom Niederrhein, zu einer mitreißenden Geschichte, die vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart reicht. Spannende, tragische und komische Momente, kuriose Bräuche, das Herausfordern patriarchalischer Strukturen – und Liebe, Freiheit und Selbstverwirklichung: All diese Themen des Romans finden im bewegten Leben der Reporterin, TV-Moderatorin und Bestseller-Autorin Anne Gesthuysen ihren Widerhall.

Ländliche Bullerbü-Kindheit

„Für mich ist Niederrhein vor allem eine fantastische Kindheit mit Abenteuer und der Möglichkeit, mit dem Pony über Stoppelfelder zu reiten“, erinnert sich Anne Gesthuysen, die 1969 in dem kleinen Dorf Alpen-Veen am unteren Niederrhein zur Welt kam. „Das war eine Freiheit, die Kreativität und Selbstbewusstsein fördert.“ Eigenschaften, die in ihrem Leben eine große Rolle spielen, und die sie in jungen Jahren in der ländlichen Idylle ausbilden konnte.

Das Bullerbü am Niederrhein konnte Gesthuysen jedoch nicht auf Dauer halten – zu begrenzt waren die Möglichkeiten des ländlichen Lebens, zu eng der Zusammenhalt und die soziale Kontrolle der Dorfgesellschaft. Es lockten Studium, Karriere und die ganz anders geartete Freiheit und Vielfältigkeit, die man in Metropolen finden kann. „Es stand für mich nie zur Diskussion, dort zu bleiben. Mit 16 habe ich mit den Hufen gescharrt und gedacht: Es wird Zeit für ein bisschen Großstadt. Da war ich froh, als ich mit 18 zum Studium weggehen konnte.“

Heute lebt Gesthuysen mit ihrem Mann, dem gemeinsamen Sohn und einem Hund in Köln. Das Landleben liegt für sie in der Vergangenheit, und eine Großstadt ist ihr Zuhause geworden. Dennoch ist und bleibt die 49-Jährige ein Kind des Niederrheins. Sie möchte nicht eine Sekunde missen, die sie hier verbracht hat. Tatsächlich fragt sie sich heute als Mutter eines achtjährigen Sohnes, ob es richtig ist, ihrem Sohn die Art Kindheit vorzuenthalten, die sie selbst erlebte, und in der sie frei über die Felder streifte. Andererseits weiß sie jedoch nur zu gut, dass man als Kind auf dem Land auch allerhand Unfug anstellen kann… eine Erkenntnis, die auf persönlicher Erfahrung beruht. „Dass ich überlebt habe, ist ein Wunder. Ich bin auf einem Dachfirst entlang balanciert und mit meinem Bruder in einem alten LKW durch die Scheune gebrettert – und wir kamen nicht mal an die Bremse.“

Auch, wenn sie heute nicht mehr am Niederrhein weilt, fühlt Gesthuysen sich der Region zutiefst verbunden. Dabei spielt auch ihre Familie eine Rolle; ihr Bruder Michael wohnt noch in dem gemeinsamen Elternhaus in Alpen-Veen, umgeben von Pferden, Hunden, Katzen, Mäusen und einem Hof-Truck. Literarisch zieht es sie ebenfalls immer wieder hierher zurück. Gesthuysens erster Roman handelt von drei Schwestern, die ihre Vorbilder in ihrer Familie finden, und auch ihre Folgewerke drehen sich um Familienbande am Niederrhein.

Zielstrebige Karrierefrau

Als Anne Gesthuysen 17 war, wurde sie im Rahmen eines Schülerpraktikums Hörfunkreporterin für das WDR-Außenstudio Kleve. Damals noch ungeübt und extrem schüchtern – doch bereits mit charakteristisch kompromisslosem Einsatz. Die junge Anne war mit Feuereifer dabei und wusste sofort, dass sie ihre Berufung gefunden hatte. Nach dem Studium der Journalistik und Romanistik arbeitete sie als Reporterin und Autorin von Dokumentationen für WDR, ZDF, VOX und Radio France. Ende der 90er Jahre stand sie dann erstmals selbst vor der Kamera. Sie moderierte eine Reihe verschiedener Sendungen – darunter Mein Morgen, die Lokalzeit in Essen und Aktuelle Stunde – ehe sie 2002 zunächst noch aushilfsweise Moderatorin des ARD-Morgenmagazins wurde.

„Die internationalen politischen Themen und die freie Moderation haben mich sehr gereizt“, berichtet Gesthuysen. „Ich wusste, dass das genau das Richtige für mich ist. Also habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt.“ Und das – wie immer – mit Begeisterung, Zielstrebigkeit und Können. 2004 wurde sie an der Seite von Sven Lorig Stammmoderatorin und war 10 Jahre lang das Gesicht des „Moma“. Mit einschlagendem Erfolg: 2012 gewannen sie und das Team des ARD-Morgenmagazins den deutschen Fernsehpreis.

„Das war ein Knochenjob – allein die Arbeitszeiten haben ein normales Leben fast unmöglich gemacht. Ich musste um halb eins aufstehen und bin um 16 oder 17 Uhr ins Bett gegangen.“ Solange Gesthuysen Single war, ging das – doch als sie sich in „Hart aber fair“-Moderator Frank Plasberg verliebte und das Paar ein Kind bekam, wurde es schwierig, Privatleben und Job unter einen Hut zu bekommen. Auch nicht zu vernachlässigen: die Zeit, die sie mittlerweile investierte, um Romane zu schreiben. Denn ihr erstes Buch „Wir sind doch Schwestern“ erschien 2012 – als sie noch moderierte und ihr Sohn bereits auf der Welt war. Reichlich viel auf einmal!

Umsatteln in vollem Lauf

Die Entscheidung fiel nicht leicht, doch es ging nicht anders: Ende 2014 beschloss Anne Gesthuysen, den Nachtschichten den Rücken zu kehren und den Job als Moderatorin aufzugeben. Die nicht familientauglichen Arbeitszeiten des Morgenmagazins, der zeitintensive Job ihres Mannes, ihre Aufgabe als Mutter und das Schreiben – das alles war einfach zu viel, um in die nur 24 Stunden eines Tages zu passen.

Ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, sich nun ganz der Schriftstellerei zu widmen, war auch der große Erfolg ihres Erstlingswerks „Wir sind doch Schwestern“. Der Roman schoss auf Anhieb die Bestseller-Listen empor. Leser in ganz Deutschland waren begeistert, und Gesthuysens zweites Buch war bereits in Arbeit.

Obwohl der Ausstieg aus dem Morgenmagazin unvermeidlich war, fiel die Umstellung Gesthuysen schwer. „Es war eine harte Entscheidung und ein langer Weg, bis ich wieder mit mir selbst im Reinen war. Erst einmal bin ich in ein tiefes Loch gefallen, als ich aus dem Moma ausgestiegen bin. Wenn man einen Job aufgibt, mit dem man sich identifiziert hat, ist das unvermeidlich, denke ich.“ Erst ein Coach konnte ihr helfen, sich auch innerlich von dem Licht der Kamera zu verabschieden und mit sich selbst und ihrer neuen Berufung ins Reine zu kommen.

„Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, aber seit unser Kind da ist, hat sich der Ehrgeiz gelegt“, sagt Gesthuysen. „Vermutlich geht es vielen Müttern so, die beruflich viel erreicht haben. Ehrgeiz und Ausdauer haben sie so weit gebracht, aber wenn man zu Hause einen „Kurzen“ hat, gibt es andere Prioritäten … zumindest eine Zeit lang.“ Dass Mütter wieder in Führungspositionen einsteigen können, wenn ihre Kinder aus dem Gröbsten raus sind, und dass es für Unternehmen ein Gewinn wäre, diese qualifizierten Kräfte aktiv zu umwerben – das scheint Gesthuysen erstrebenswert.

Bestseller am Niederrhein

Anne Gesthuysens Bücher spielen dort, wo sie herkommt: am Niederrhein. Im Mittelpunkt stehen faszinierende Frauen, bewegte Lebensgeschichten und Familiendramen, die durch ihre Alltäglichkeit emotionaler Kraft gewinnen. Inspiration für ihren ersten Roman lieferte das Leben ihrer Großtanten: drei starke Frauen, die sämtlich ein sehr hohes Alter erreichten. Zwei der Damen wurden fast 105 Jahre alt. In „Wir sind doch Schwestern“ gibt Gesthuysen die literarische Version ihrer Lebensgeschichte vor der Kulisse des Niederrheins wieder. Das Buch diente im Jahr 2018 als Grundlage für einen Fernsehfilm, den die Autorin sehr schätzt. Wie bei Romanverfilmungen üblich wurde zwar einiges abgewandelt, doch die liebevolle Umsetzung hat den Geist des Buches bewahrt.

Gesthuysens zweiter Roman „Sei mir ein Vater“ spielt zwischen Paris und Niederrhein und verknüpft die faszinierende Lebensgeschichte einer Austauschschülerin in Xanten mit den Abenteuern der Avantgarde im Paris der Belle Époque. Und natürlich ist auch Gesthuysens aktuelles Werk „Mädelsabend“ im Niederrhein verwurzelt. Das zeigt sich sogar an charakteristischen Essgewohnheiten – so verspeist etwa eine Figur genüsslich Rosinenstuten mit Blutwurst und Rübenkraut. Was dem Rest Deutschlands als kulinarischer Irrsinn anmutet, ist am Niederrhein ganz normal. Auch in Gesthuysens Familie. „Das hat mein Opa immer gegessen“, lacht sie. „Stuten, Wurst, Schwarzbrot und Rübenkraut. Nur an Heiligabend hat er die Blutwurst durch Lachs ersetzt.“

Mann, Kind und Hund

Anne Gesthuysens Leben klingt nicht nur durch den Niederrhein in ihren Büchern an. Ihr Verleger hat einmal gesagt, jeder Roman sei autobiografisch, und die Autorin kann das bestätigen. Dass eine der Protagonistinnen von „Mädelsabend“ mit den Routinen und Zwängen der Ehe hadert, ist Gesthuysen nicht fremd – auch wenn sie anders als Ruth noch keine 65 Jahre verheiratet ist.

Gesthuysen hat ihrem Moderatoren-Kollegen Frank Plasberg 2012 das Ja-Wort gegeben. Ein Schritt, den sie in keiner Weise bereut – aber. „Ich bin sehr glücklich verheiratet, habe aber seit meiner Kindheit ein Problem mit der klassischen Rollenverteilung“, sagt sie. „Die Ehe meiner Eltern war sehr traditionell. Mein Vater war der Ernährer und Bestimmer, und meine Mutter hat sich ihm untergeordnet. Dagegen habe ich schon damals rebelliert. In meiner eigenen Ehe ist es für mich deshalb extrem schwer, auch einmal nachzugeben, weil ich Angst habe, auch in diesem Punkt wie meine Mutter zu sein. Deshalb lasse mir von meinem Mann ungern etwas sagen.“

Inzwischen jedoch hat die Autorin ein gutes Gleichgewicht mit ihrem Mann gefunden. Frank Plasberg gibt ihr das Gefühl, dass sie das Ruder in der Hand hält, und auch sie geht diplomatisch vor, wenn sie sich durchsetzen will. So etwa bei der Frage, ob die Familie einen Hund bekommen sollte. „Frank wollte eigentlich partout keinen Hund. Ich schon. Irgendwann habe ich den Druck nachgelassen, und siehe da, schon konnte er sich aus freien Stücken für eine Fellnase entscheiden“, berichtet sie mit verschmitztem Lächeln. „Jetzt haben wir einen Goldendoodle. Die Mutter ist ein Golden Retriever, der Vater ein Pudel. Er sieht unheimlich niedlich aus, ist enorm liebenswert und freut sich jeden Morgen, wenn er uns sieht. Da hat man keine schlechte Laune mehr. Und das geht meinem morgenmuffeligen Kind genauso.“

Foto Anne Gesthuysen: © Monika Sandel/ www.monika-sandel.de

Ausverkauft! – Fontanes zeitlose Heldinnen. Burkhard Spinnen liest aus „Und alles ohne Liebe“

20 Aug, 2019

Ausverkauft! – Fontanes zeitlose Heldinnen. Burkhard Spinnen liest aus „Und alles ohne Liebe“

Sonntag, 17. November 2019, 15 Uhr B.C. Koekkoek Haus – bitte beachten: an der Tageskasse gibt es nur noch vorbestellte Karten!

Burkhard Spinnen liest aus seinem Buch „Und alles ohne Liebe“ und erzählt von Theodor Fontanes zeitlosen Heldinnen.

„Wenn es einen Menschen gibt, der für Frauen schwärmt und sie beinah doppelt liebt, dann bin ich es.“ Theodor Fontane, 1894  

In seinem Buch „Und alles ohne Liebe“ (Schöffling Verlag) wirft der Schriftsteller Burkhard Spinnen einen erfrischenden Blick auf Theodor Fontane (1819-1898). Er schickt sein Publikum auf eine respektvolle wie radikale Lesereise durch dessen Berliner Romane und lädt ein, den großen Preußen-Romancier neu zu lesen.

Der mit Literaturpreisen ausgezeichnete Autor erzählt Fontane nicht im wilhelminischen Deutschland, sondern in einem zeitlosen Hier und Jetzt, mit einem unverstellten Blick auf das Streben seiner Figuren nach Selbstbestimmung und Glück. Im Mittelpunkt stehen elf Frauengestalten im Konflikt mit den Konventionen ihrer Zeit. Spinnen erstellt zu Fontanes Gesellschaftsromanen eine literarische Familienaufstellung: darin die in der Vergangenheit verhafteten Schwestern Poggenpuhl, die ewig kindliche Effi Briest, die lebenstüchtige Aufsteigerin Jenny Treibel, die resiginiert sich bescheidende Lene und Mathilde Möring, die ihre Leben in die Hand nimmt.

„Unsere Gegenwart ist voller Effis, voller junger Frauen, die nicht erwachsen werden dürfen oder wollen“, schreibt Spinnen über die Aktualität der weiblichen Konfliktsituation zwischen Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Erwartungen. Dabei pustet er den Staub von dem vermeintlichen Schulbuchklassiker, vermittelt Interessenten ohne Vorkenntnisse und Fontane-Liebhabern neue Aspekte und gibt Anregungen, wie man Fontane auch jüngeren Lesern nahebringt. Einer der gelungensten Beiträge zum Fontane-Jahr 2019!

Eintritt

10 € VVK ( Koekkoek Haus, Buchhandlung Hintzen)

12 € Tageskasse

– eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Museum Kurhaus & Koekkoek-Haus Kleve e.V. –

Expedition Leben: Du bestimmst deinen Weg

5 Apr, 2019

Expedition Leben: Du bestimmst deinen Weg

Lesung und Miniworkshop mit Autorin und Livecoach Dorothee Dahl

Donnerstag, 16. Mai, 19.30 Uhr / Einlass 19 Uhr

in unserer Buchhandlung

– Die Veranstaltung ist ausverkauft! –

Lebst du so, wie du möchtest oder versuchst du jeden Tag aufs Neue die Erwartungen der anderen zu erfüllen? Weißt du, was du wirklich willst und was deine persönliche Lebensexpedition so besonders macht?

Dorothee Dahl, Autorin des gerade erschienenen Buches „Expedition Leben: Du bestimmst deinen Weg“ unterstützt dich dabei, Antworten auf diese wichtigen Lebensfragen zu finden und deinen eigenen Weg zu entdecken.

Am 16. Mai liest sie aus ihrem Buch und zeigt in einem Miniworkshop, dass es gar nicht so schwer ist herauszufinden, was man wirklich will. Und damit jeder danach auch gleich loslegen kann, wird sie den Zuhörern eine sofort umsetzbare Anleitung für entspanntes „Nein sagen“ mitgeben.

Wenn du die Autorin schon ein bißchen kennenlernen möchtest, dann hör doch mal in ihren inspirierenden Podcast Expedition Leben rein. Den findest du auf I-Tunes, Spotify und auf ihrer Internetseite www.dorotheedahl.de

Das Buch gibt es schon bei uns!

Marcia Zuckermann: „Mischpoke!“

22 Feb, 2019

Marcia Zuckermann: „Mischpoke!“

Lesung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage RheinRuhr 2019 „Zuhause – Jüdisch. Heute.Hier.“

Mittwoch, 3. April 2019, 20 Uhr, Stadthalle

Eintritt (nur Abendkasse): 6 € / ermäßigt 3 €

Donnerstag, 4. April 2019, 10 Uhr, Lesung für Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, der Joseph Beuys Gesamtschule und der Gesamtschule am Forstgarten

Zum Buch:

Samuel Kohanim, Oberhaupt einer der ältesten jüdischen Familien im west-preußischen Osche, ist durchschnittliches Unglück gewöhnt. Seine Frau Mindel, schroff und wortkarg von Natur, gebar ihm sieben Mädchen. Die »sieben biblischen Plagen«, wie die Kohanim-Töchter genannt werden, strapazieren die väterliche Geduld: Selma, die mit ihrem religiösen Spleen alle meschugge macht, Martha, die am laufenden Band haarsträubende Lügengeschichten erfindet, Fanny, die nicht unter die Haube zu bringen ist, der Wildfang Elli … – und schließlich Franziska, »die Katastrophe auf Abruf«, bildschön, stolz und eigenwillig. Aber ein männlicher Stammhalter fehlt, denn der Kronprinz stirbt am 10. März 1895, kurz nach seiner Geburt.
Nach den Erschütterungen des Ersten Weltkrieges sucht die Familie Kohanim Zuflucht in Berlin. Während Martha in gehobene Berliner Kreise einheiratet und ihr Mann Leopold zum Christentum konvertiert, lässt sich Franziska mit dem ebenso charismatischen wie unzuverlässigen jüdischen Kohlearbeiter Willy Rubin ein und wohnt fortan im »Roten Wedding«. Auch die protestantische Oda, eine Freundin der Familie, hat es in die Hauptstadt verschlagen. Im Laufe der in den 1930er Jahren anbrechenden schweren Zeiten verbindet sich Odas Schicksal endgültig mit jenem der Familie Kohanim, deren Stammbaum die unterschiedlichsten Triebe ausbildet, jüdische wie nicht-jüdische, nationalistische wie kommunistische.

Marcia Zuckermann hat einen großartigen Familienroman in bester Tradition jüdischer Erzählkunst geschrieben. Eine turbulente Familiensaga, spannend und handlungsreich, voller Tragik und Komik, mit verschmitztem »Kohanim’schen Flitz« und erfrischender Berliner Schnauze, vorbehaltloser Selbstironie und listigem Humor.

Zur Autorin:

Marcia Zuckermann wurde 1947 in Ostberlin geboren. Ihr jüdischer Vater überlebte den Holocaust als politischer Gefangener im KZ Buchenwald, ihre protestantische Mutter war als Kommunistin im Widerstand aktiv. 1958 musste die Familie die DDR als Dissidenten verlassen. In Westberlin absolvierte Marcia Zuckermann eine Ausbildung als Werbewirtin im Verlagswesen und wurde zur Mitbegründerin und Geschäftsführerin einer bis heute erfolgreichen Berliner Zeitschrift. Sie lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin.


Eine Veranstaltung der VHS Kleve in Zusammenarbeit mit Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V. und der Buchhandlung Hintzen im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019.

Foto: Marion Vierling

Ausverkauft! Christoph Klimke liest…

14 Feb, 2019

Ausverkauft! Christoph Klimke liest…

…aus seinem neuen Roman „Der Koloss“

Donnerstag, 14. März 2019, 19.30 Uhr, Buchhandlung Hintzen

  • zu dieser Veranstaltung gibt es leider keine Karten mehr!


In diesem Roman „ist ganz viel Kleve drin“
Klever Schriftsteller Christoph Klimke liest in seiner Heimatstadt
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Sie sei kein Kleve-Roman, aber „da ist ganz viel Kleve drin“ verrät der Lyriker, Schriftsteller und Theaterautor Christoph Klimke über seine aktuelle Erzählung „Der Koloss“. Aus Berlin kommt Klimke nun zurück in die Stadt seiner Kindheit und Jugend und liest am Donnerstag, 14. März, 19.30 Uhr in der Buchhandlung Hintzen aus seiner autobiographischen Erzählung.

Klimke, der von der Lyrik ausgeht und in seiner Prosa immer wieder die Klever Zeit zum Thema macht, möchte in seiner Heimat bekannter werden. Der ebenfalls aus Kleve stammende Journalist und Redakteur Rolf Langenhuisen hatte zuletzt mit ausführlichen Porträts im Klever Heimatkalender und in „DER KLEVER“ den vielseitigen Autor in Erinnerung gebracht.

Christoph Klimke verlies Kleve nach Abitur und Zivildienst zum Studium in Bonn, Rom und Florenz. Mitte der 80er Jahre zog er nach Berlin, um Schriftsteller zu werden. Seitdem veröffentlicht Klimke in allen literarischen Gattungen: Gedichte, Biographien, Übersetzungen, Erzählungen, Essays, Rezensionen, Theaterstücke und Libretti für Opern- und Tanzproduktionen. Als gefragter Librettist schreibt Klimke – vor allem seit seiner Zusammenarbeit mit dem Regisseur Johann Kresnik – auf der Schnittstelle von lyrischer Wortkraft und politischen Theatertexten. Sein 2017 uraufgeführtes Musical „America First“ über Marilyn Monroe geht in eine zweite Spielzeit, und in diesem Sommer übernimmt das Duisburger Theater die Familienoper „Geisterritter“, die Klimke nach „Tintenherz“ von Cornelia Funke verfasste.

Im „Koloss“ schreibt sich Klimke reflektierend durch eigene Erfahrungen und Lebenszeit. Angst ist ein zentrales Thema, vor Krebs, vor wiederkehrendem Krebs. Die einschneidenden Worte “Ich sehe da was“ ziehen sich wie ein roter Faden durch die nach einem Goya zugeschriebenen Antikriegsbild benannte Erzählung. Wohnen am Sportplatz, autoritäre Lehrer am Gymnasium, Szenenwechsel zwischen Kleve und Berlin, der Vater, die eigenen Hunde – Klimke beschreibt sensibel, aber auch bissig und mit Witz.

Lesen wird Klimke an diesem Abend sicher auch das eine oder andere Gedicht und von seiner Arbeit für die Bühne erzählen. Am Vormittag liest er für Schüler seiner alten Schule, im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Noch hat sich hier seit seinem Abitur 1978, seit sein Vater hier Deutsch unterrichtete, im Altbau nicht viel verändert.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf und an der Abendkasse 8 € inkl. Bewirtung. Wegen der begrenzten Anzahl Plätze wird um Reservierung gebeten(Tel. 02821-26655, info@hintzen-buch.de) gebeten.
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Christoph Klimke wurde 1959 geboren und wuchs in Kleve auf, studierte in Bonn und Florenz und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Er erhielt u. a. den Ernst-Barlach-Preis für Literatur.

Foto: Jörg Landsberg


60. Vorlesewettbewerb: Regionalentscheid Kreis Kleve-Nord

4 Feb, 2019

60. Vorlesewettbewerb:  Regionalentscheid Kreis Kleve-Nord

„Von Rico, Oscar, Greg, Frau Spinat und den Frauen von Troja“

Der Vorlesewettbewerb in diesem Schuljahr geht weiter! Ein Dutzend Schulsieger aus dem Nordkreis Kleve treten zur nächsten Vorleserunde, dem Regionalentscheid, an. Zu diesem lädt unsere Buchhandlung am Dienstag, den 12. Februar, 16 Uhr, in das Klever Kolpinghaus ein.

Die jungen Lesetalente stammen aus den 6. Klassen der Real-, Gesamtschulen und Gymnasien von Goch, Rees, Kalkar, Emmerich und Kleve. Sie sind alle schon Sieger, denn sie haben ihre Vorlesekunst bereits Ende des Vorjahres in ihren Klassen und Schulen unter Beweis gestellt.

Nun treten sie mit einem neuen, selbst ausgewählten Text erneut an und müssen sich auch mit dem Lesen eines fremden Textes beweisen. Die jungen Lese-Profis haben sich Textstellen u.a. aus Jugendbüchern von Andreas Steinhöfel, Sabine Ludwig, Morthon Rhue, Marc-Uwe Kling und Jeff Kinney ausgesucht, sie lesen von Freundschaft, Anhaltern, einer Oma, die das Internet abstellt, magischen Tieren und einer durchgeknallten Familie.

Die kompetent besetzte Wettbewerbs-Jury besteht aus

o Yvonne Struck (Jugendbuchautorin, sie wird den Lese-Reigen eröffnen),

o Elisabeth Verhoeven (Rundfunksprecherin WDR, SWR),

o Ludger Kazmierczak (WDR-Korrespondent, Moderator, Kabarettist)

o Jens Neumann (Leiter der Stadtbücherei Kleve)

Alle Vorleser erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis. Wer als Sieger/in aus diesem spannenden Lesewettstreit hervorgeht, nimmt im Frühjahr an der nächsten Runde, dem Bezirksentscheid, teil.

Der traditionsreiche Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels unter Schirrmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Er lenkt öffentliche Aufmerksamkeit auf das Kulturgut Buch und die Bedeutung von Lesekompetenz. Jährlich nehmen bundesweit rund 600.000 Kinder an dem Wettbewerb teil. Etappen führen über Bezirks- und Länderebene bis hin zum Bundesentscheid im Sommer. Die über 600 Regionalwettbewerbe werden jeweils von örtlichen Buchhandlungen und Bibliotheken organisiert.

Der Vorlesewettbewerb in Kleve ist öffentlich, Publikum willkommen und der Eintritt frei! Informationen auch unter www.vorlesewettbewerb.de.


Bundesweiter Vorlesetag für Willibrord- und Förderschüler

10 Okt, 2018

Bundesweiter Vorlesetag für Willibrord- und Förderschüler

Freitag, 16. November 2018
9.00 / 9.45 / 10.30 Uhr

Erneut liest Buchhändler Eckard Erdmann am bundesweiten „Vorlesetag“ der Stiftung Lesen Schülern der Willibrord-Grundschule Kleve-Kellen und auch Schülern der Förderschule Kleve vor. Im letzten Jahr hat die Aktion mit „Rocco Randale“ die Willibrord-Schüler so begeistert, dass sie unbedingt wieder kommen möchten!
Am Freitag, den 16. November liest Eckard morgens von der beliebten Kreuzspinne Karl-Heinz und der Stubenfliege Bisy vor aus dem Buch „Mitgehangen, mitgefangen“ von Kai Pannen aus dem Tulipan Verlag vor:

„Kreuzspinne Karl-Heinz und Stubenfliege Bisy führen ein beschauliches Leben in der Buchenhecke und alles ist wie immer: Dem einen ist es zu langweilig, dem anderen ist zu viel los. Da reißt sie eine zweifelhafte Einladung aus ihrem Alltagstrott. Tante Kassandra lädt zum gemeinsamen Essen ein. Natürlich wissen die beiden Freunde, dass das nicht ungefährlich ist, weil man schnell mal selbst zum Hauptgericht wird. Trotzdem sagen sie zu. Doch als sie im Netz der Tante ankommen, ist diese verschwunden. Das Netz ist vollkommen verwüstet als hätte ein Kampf stattgefunden. Was ist bloß passiert? Wurde Tante Kassandra etwa entführt? Karl-Heinz und Bisy beschließen, das Rätsel zu lösen und geraten dabei in ein spannendes Abenteuer…“

Kai Pannen wurde am Niederrhein geboren. Er studierte Malerei und Film in Köln und arbeitet seitdem als Illustrator und Trickfilmer. In den letzten Jahren hat er zahlreiche Bücher für verschiedene Verlage illustriert. An der Animation School Hamburg war er Dozent für Animation und Storyboard. Daneben betätigt er sich als Produzent für animierte Kinder-Kurzfilme. Kai Pannen lebt mit seiner Familie in Hamburg.

Literarische Wundertüte: „Blind Date“-Lesung zum Deutschen Buchpreis!

5 Jul, 2018

Literarische Wundertüte: „Blind Date“-Lesung zum Deutschen Buchpreis!

Zur Überraschungslesung mit einer/m der Longlist-Nominierten zum Deutschen Buchpreis 2018 laden wir herzlich ein:

Donnerstag, 6. September 2018
Beginn 19.30 Uhr / Einlass 18.30 Uhr
„Restauration zum Aussichtsturm“
Königsallee 260 in Kleve

Eintritt: VVK 10 €/Abendkasse 12 €
Ermäßigung: VVK 6€/Abendkasse 8 € (Schüler, Studenten)

 

Die literarische Wundertüte öffnet sich erst am Abend der Veranstaltung. Welcher potentielle Kandidat für den diesjährigen Deutschen Buchpreis in Kleve lesen wird, bleibt eine Überraschung. In jedem Jahr gibt es nur acht solcher Blind-Date-Lesungen in Deutschland – und diesmal eine davon: in Kleve!

Mit dem Deutschen Buchpreis wird seit 2005 der deutschsprachige „Roman des Jahres“ gekürt. Die ausschreibende Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels möchte damit länderübergreifend Aufmerksamkeit auf deutschsprachige Autoren lenken. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 € dotiert und gehört zu den renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschen Sprachraum.

In einem mehrstufigen Auswahlprozess wird der Preisträgerroman von einer siebenköpfigen Jury ausgewählt. Sie besteht in diesem Jahr aus

Christoph Bartmann, Goethe-Institut Warschau
Luzia Braun, ZDF
Tanja Graf, Literaturhaus München
Paul Jandl, Freier Kritiker
Uwe Kalkowski, Literaturblog Kaffeehaussitzer
Christine Lötscher, freie Kritikerin
Marianna Sax, Bücherladen Marianna Sax

Aus den 165 (!) Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wählt die Jury eine 20 Titel umfassende Longlist, die am 14. August bekannt gegeben wird. Ein/e Romanautor/in von dieser Liste wird nach Kleve kommen! Die sechs Titel der Shortlist erfährt die Literaturwelt dann am 11. September. Die Preisverleihung schließlich – und erst dann steht der Preisträgerroman fest, findet am 8. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse statt.

„Wer kommt, bleibt geheim!“ Auch wir Buchhändler erfahren erst kurz vor der Veranstaltung, wer der literarische Gast für Kleve sein wird. Fest steht jedoch: ob bekannter Name oder Newcomer: es wird in jedem Fall ein Hochkaräter sein. Immerhin ein potentieller Urheber des besten Roman dieses Jahres.

Vergangene Preisträger waren „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse (2017) sowie Romane von Bodo Kirchoff (2016), Frank Witzel (2015), Lutz Seiler (2014), Terézia Mora (2013), Ursula Krechel (2012) und Eugen Ruge (2011).

Weitere Infos zum Buchpreis: www.deutscher-buchpreis.de
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