Tipps

Ryoko Sekiguchi „Nagori. Die Sehnsucht nach der von uns gegangenen Jahreszeit“

»Gepostet am 6 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Nagori ist der Geschmack des bevorstehenden Abschieds und der Sehnsucht nach Wiederkehr. Ryoko Sekiguchis schreibt über eine literarische, kulinarische und kulturelle Reise von Japan über Rom nach Paris zu genialen Köchen, köstlichen Gerichten und unbekannten Zutaten. So entsteht eine kleine Ästhetik über die flüchtige Handschrift von Geschmäckern und Aromen ( incl. eines Menüvorschlags: Diner der 100 Zutaten).“ Verlag Matthes & Seitz/Eckard Erdmann

Ryoki Sekiguchi, Nagori. Die Sehnsucht nach der von uns gegangenen Jahreszeit, 115 Seiten, gebunden, Verlag Matthes & Seitz, 18 €

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Massimo Montanari „Spaghetti al pomodoro“

»Gepostet am 6 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Maccheroni, Tagliatelle, Vermicelli … der große Historiker der europäischen Ernährungsgeschichte hat mit »gusto« ein kleines Meisterwerk über die Mutter aller italienischen Gerichte verfasst. Gibt es etwas, das typischer italienisch ist als Spaghetti al pomodoro? Elegant und aus seinem großen Forschungswissen schöpfend erzählt Massimo Montanari die Geschichte dieses Gerichts und räumt dabei mit all den kursierenden Halbwahrheiten und Vorurteilen auf. Die kurze Geschichte eines Mythos‘. (Wagenbach Verlag)

Massimo Montanari, Spaghetti al pomodoro, aus dem Italienischen von Victoria Lorini, Wagenbach Verlag/SALTO,144 Seiten. Rotes Leinen. Fadengeheftet, 19,– €

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Nigel Slater „Greenfeast. Herbst/Winter“

»Gepostet am 6 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Ab Herbstbeginn sehnen wir uns nach Nahrung, die sowohl verwöhnend als auch wärmend, gehaltvoll und zutiefst befriedigend ist. Essen, das uns bei dem nasskalten Wetter gesund hält und für gute Laune sorgt. ›Greenfeast. Herbst/Winter‹ enthält über 110 einfache vegetarische Rezepte, die meist in unter 30 Minuten zubereitet sind. Wärmende Suppen wie die mit Tahin, Sesam und Butternuss-Kürbis oder köstliche Crumbles aus Porree, Tomate und Pecorino. Die abwechslungsreichen Gerichte feiern wie in ›Greenfeast. Frühling/Sommer‹ die pflanzliche Küche: Simpler Blätterteig gefüllt mit Käse und Gemüse, eine herzhafte Tarte aus Schalotten, Äpfeln und Parmesan, sanfte Polenta mit Knoblauch und Champignons, feurige Udon-Nudeln mit Tomaten und Chili, cremiger Milchreis mit Rosenwasser und Aprikosen machen richtig Lust auf die kalte Jahreszeit. (Dumont Verlag)

„Welches Gemüse esse ich heute? Das 2. kleine Buch der „grünen“ Küche. Der geniale Journalist und Koch aus England mit 110 vegetarischen Rezepten zur Jahreszeit….(und während man auf dem Herd mit Gemüse zaubert, schmort im Ofen die Hirschkeule ;-).“ Eckard Erdmann, Chefgourmet der Buchhandlung Hintzen

Nigel Slater, Greenfeast: Herbst/Winter, 320 Seiten, 106 farb. Abb., 44 s/w Abb, 28 €

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Gustave Flaubert „Lehrjahre der Männlichkeit“ / „L’education sentimentale: histoire d’un jeune homme“

»Gepostet am 4 Nov, 2020 | Keine Kommentare

„L’education sentimentale. Histoire d’un jeune homme“ ist der letzte vollendete Roman des französischen Schriftstellers Gustave Flaubert (1821–1880). Er erschien 1869 und gilt heute als einer der einflussreichsten Romane des 19. Jahrhunderts. Es liegen mehrere Übersetzungen ins Deutsche vor, unter anderem erschien das Werk unter den Titeln „Die Erziehung der Gefühle“, „Die Erziehung des Herzens“, „Die Erziehung des Gefühls„, „Lehrjahre des Gefühls“, „Lehrjahre des Herzens“, „Die Schule der Empfindsamkeit“ und „Der Roman eines jungen Mannes“. Hier nun die beeindruckende, sorgfältigst erarbeitete Neuübersetzung 2020 von Elisabeth Edl:

„die lang erwartete Neuübersetzung von Gustave Flauberts epochalem, ungeheuer modernen Roman, zugleich Gesellschaftsgeschichte und Liebesgeschichte, vielfältig, böse, melancholisch. Die „Éducation sentimentale“ wurde nach „Madame Bovary“ Flauberts zweites Meisterwerk: Frédéric Moreau ist achtzehn, und es wird ernst. Auf einem Seine-Dampfer verliebt er sich sofort und lebenslänglich. Doch Madame Arnoux ist verheiratet! Der Held tröstet sich mit Rosanette und stolpert in die 48er Revolution, die eine ganze Gesellschaft aus der Bahn wirft. Flaubert folgt ihm zu den verwirrenden Frauen und den langweiligen Männern, bis hin zu dem berühmten, illusionslosen Schluss: Ja, wenn das Männlichkeit sein soll … In dieser Neuübersetzung von Elisabeth Edl ist Flauberts epochaler Roman noch einmal ganz anders zu entdecken!“ (Hanser Verlag)

„…ein Buch, das mir durch viele Jahre nahegestanden ist, wie kaum zwei oder drei Menschen; wann und wo ich es aufgeschlagen habe, hat es mich aufgeschreckt und völlig hingenommen, und ich habe mich dann immer als geistiges Kind dieses Schriftstellers gefühlt, wenn auch als armes und unbeholfenes.“ ( Franz Kafka)

Über Gustave Flaubert:

Gustave Flaubert wurde am 12. Dezember 1821 in Rouen (Normandie) geboren. Schon seit seiner Jugend schrieb er Erzählungen und Romane. Aufgrund seiner hohen Ansprüche an sich selbst veröffentlichte er jedoch keines seiner Manuskripte. Sein erstes publiziertes Werk wurde der Roman „Madame Bovary“, der 1856 im Feuilleton der Revue de Paris erschien und der ihm einen Prozess wegen Verstoßes gegen die Sitten eintrug. Sein schönstes Buch ist für viele seiner Verehrer „Drei Geschichten“, zugleich sein letztes vollendetes Werk. Zunächst unverstanden, aber noch einflussreicher auf die Entwicklung der europäischen Literatur war der große Roman L’Éducation sentimentale. Histoire d’un jeune homme (1869), der jetzt als „Lehrjahre der Männlichkeit. Geschichte einer Jugend“ in der Neuübersetzung von Elisabeth Edl erschien. Gustave Flaubert ist einer der besten Stilisten der französischen Literatur und ein Klassiker des Romans; zusammen mit Stendhal und Balzac bildet er das Dreigestirn der großen Erzähler Frankreichs. Gustave Flaubert starb 1880 im Alter von 59 Jahren in Croisset.

Gustave Flaubert „Lehrjahre der Männlichkeit“, Hanser Verlag, 42 €

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Ilja Leonard Pfeijffer „Grand Hotel Europa“

»Gepostet am 4 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Die mitreißende Liebeserklärung eines selbstironischen, philosophierenden Europäers – der hoch gelobte Roman aus den Niederlanden jetzt in deutscher Übersetzung:

Zum Inhalt:

Ein junger Page, Abdul, empfängt den Schriftsteller auf den Marmorstufen des Eingangsportals, über dem in goldenen Lettern der Name „Grand Hotel Europa“ zu lesen ist. Sie rauchen eine erste Zigarette und kommen miteinander ins Gespräch. Der Schriftsteller spricht von Venedig und von Clio, seiner großen Liebe, die ihn verlassen hat. Nun ist er hier, bezieht sein Zimmer in diesem geheimnisvollen Hotel, und während er die eleganten Gäste kennenlernt, fragt er sich, wie er Clio zurückgewinnen kann.

„Grand Hotel Europa“ erzählt von einem alten Kontinent, auf dem vor lauter Geschichte kein Raum für die Zukunft ist und die einzige Perspektive der Tourismus. Es ist ein Roman über unsere europäische Identität und die Nostalgie am Ende einer Ära.

Zum Autor:

Ilja Leonard Pfeijffer, geboren 1968 in Rijswijk/NL, schreibt Romane, Geschichten, Gedichte, Kolumnen, Essays, Theaterstücke und Songtexte. 2008 übersiedelte er nach Genua, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. 2014 erhielt er den Libris Literatuur Prijs für seinen vierten Roman „Das schönste Mädchen von Genua“, der allein in den Niederlanden 80.000 Exemplare verkauft hat und zurzeit verfilmt wird. „Grand Hotel Europa“ steht seit seiner Publikation 2018 in den Niederlanden an der Spitze der Bestsellerliste und wird von Kritikern und Lesern gleichermaßen geschätzt.

„Eine Liebeserklärung an den alten, heißgeliebten, todmüden und doch atemberaubenden Kontinent.“ De Limburger

„…ein wunderbares Buch, dass Sie mit zunehmend fieberhafter Ungeduld lesen werden. Ilja L. Pfeijffer hat den Roman des Jahres geschrieben.“ NRC Handelsblad

„Mit ›Grand Hotel Europa‹ hat der Niederländer Ilja Leonard Pfeijffer einen europäischen Gesellschaftsroman geschrieben, voller Ironie und Witz.“ Welt am Sonntag

Das Werk ist eine Liebeserklärung und zugleich ein Untergangsbuch, das die mentale Verfasstheit Europas in einer packenden Erzählung zum Leben erweckt. Nach der Lektüre ist man stolz auf diesen Kontinent, aber auch ein bisschen besorgt, wie es weitergehen wird mit diesem Europa.“ Süddeutsche Zeitung

„Man hat das Gefühl, an einem der Tische im Speisesaal des alten Grand Hotel Europa zu sitzen. Der Majordomus serviert soeben die Spezialität des Hauses, und man amüsiert sich gemeinsam mit diesem holländischen Schriftsteller im Maßanzug über die Eigenheiten der wenigen anderen Gäste, ist berührt von ihren Schicksalen und staunt über ihre Geschichten.“
Thomas Loibl

Ilja Leonard Pfeijffer „Grand Hotel Europa“, Piper Verlag, 560 Seiten, 25 €

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Voltaire „Philosophisches Taschenwörterbuch“

»Gepostet am 4 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Voltaire, der »geistreiche Spötter« – kaum ein Klischee über große Literaten ist so verbreitet. Doch das lässt den französischen Denker zu harmlos erscheinen. Geistreich und ironiebegabt war Voltaire, doch mild lächelnder Spott war seine Sache nicht. Er konnte scharf und ätzend sein, wo er sich engagierte. »Écrasez l’infâme« war sein Schlachtruf – »Zerschmettert alles Niederträchtige«.

Das Dictionnaire philosophique portatif, das 1764 erstmals erschien, ist alles andere als ein Nachschlagewerk. Es ist eine klare Abrechnung mit Dummheit, Fanatismus, Borniertheit und Intoleranz. In 73 Stichworten kann man lernen, was eine kritische, undogmatische Geisteshaltung ausmacht. Man kann von ihm lernen, was das Engagement eines Schriftstellers vermag. Und dass Engagement und literarische Qualität einander nicht ausschließen – eine kluge Kampfschrift, von der noch heute Impulse ausgehen können.
Zu seiner Zeit verboten und verbrannt, erscheint dieser Grundtext der Aufklärung hier zum ersten Mal komplett auf Deutsch. (Reclam Verlag)

N.B.: in unserem Antiquariat gibt es auch eines von 300 Exemplaren der in rotes Leder gebundenen Ausgabe, als bibliophiles Sammlerstück!

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Voltaire „Philosophisches Taschenwörterbuch“, nach der Erstausgabe von 1764 erstmals vollst. ins Deutsche übers. von Angelika Oppenheimer, Halbleinen, Fadenheftung, Lesebändchen, Format 12,5 x 20,5 cm, 444 S., 36 €

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