Hannah empfiehlt „Der Sommer als Chad ging und Daisy kam“

» Gepostet am 20 Sep, 2017 in Für junge Leser | Keine Kommentare

Hannah empfiehlt „Der Sommer als Chad ging und Daisy kam“

Jennifer Gooch Hummer
„Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam“
Carlsen Verlag, TB, 352 S.,
ab 12 J., 7,99 €

Testleserin Hannah (18 J.) schreibt uns aus den USA diese Buch-Rezension:

„Das Leben der 13 jährigen Apron ist ein einziges Auf und Ab. Sie kommt selbst nur schwer über den Tod ihrer Mutter hinweg und – als ob das nicht schon genug wäre, wendet sich ihre beste Freundin Bennie auch noch von ihr ab. Es scheint ein langer und grausamer Sommer zu werden, doch dann lernt Apron Mike und Chad kennen. Das Paar versucht ihr in der schweren Zeit bei Seite zu stehen und bietet ihr einen Job im Blumenladen an, den sie dankbar annimmt. Der Laden wird für sie zu einem neuen Zufluchtsort und zu einem zu Hause das sie seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr hat. Hier kann sie sich vor dem Biest von einer Stiefmutter verstecken, kann vergessen, was sie bedrückt und sich dem widmen, was sie glücklich macht. Doch wie alles in Aprons Leben, hält auch dieses Glück nicht lange an, denn Chad ist krank, todkrank.

Die Geschichte von Apron und dem Sommer der für sie alles verändert, hat mich sehr berührt. Einmal mehr wird einem in diesem Buch klar wie viel Glück man selbst mit seinem Leben hat und wie froh man darüber sein sollte, dass man in einer intakten und gesunden Familie aufwachsen darf. Dieses Buch hält einem vor Augen, wie wichtig Freundschaft, aber auch Familie und Zusammenhalt in dem Leben von jedem von uns sind. Es wird jedoch auch die Vergänglichkeit des Lebens gezeigt und dass wir nie etwas für selbstverständlich halten sollten. Das Buch eignet sich somit für eine breite Altersspanne, denn sowohl als Jugendlicher, als auch als Erwachsener lernt man sehr viel von Apron und man reflektiert seine eigene Kindheit durch sie.

Ich selbst kann dieses Buch nur empfehlen. Die ganze Zeit über liest man es mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge und es regt einen zum Nachdenken an. Wie wäre ich mit so etwas umgegangen? Wäre ich so stark wie Apron gewesen, oder hätte ich nicht die gleiche Stärke besessen?
Der einzige Kritikpunkt für mich an dem Buch war der Schreibstil der Autorin. Einerseits fand ich ihren humorvollen Ton sehr gut, der dieses bedrückende Thema sehr aufgelockert hat, andererseits merkte man deutlich, dass Jennifer Gooch ursprünglich Drehbuchautorin ist. Dieses Buch ist anders als alles, was ich zuvor gelesen habe, auf eine gute, aber manchmal auch auf eine bisschen verwirrende Art und Weise.

Als Fazit kann ich aber festhalten, wenn ihr eine gute Lektüre braucht, die euch zum Nachdenken anregen soll, die euch gleichzeitig aber auch ein gutes Gefühl vermitteln soll, dann solltet ihr dieses Buch unbedingt lesen!“