Veranstaltungen

Marcia Zuckermann: „Mischpoke!“

22 Feb, 2019

Marcia Zuckermann: „Mischpoke!“

Lesung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage RheinRuhr 2019 „Zuhause – Jüdisch. Heute.Hier.“

Mittwoch, 3. April 2019, 20 Uhr, Stadthalle

Eintritt (nur Abendkasse): 6 € / ermäßigt 3 €

Donnerstag, 4. April 2019, 10 Uhr, Lesung für Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, der Joseph Beuys Gesamtschule und der Gesamtschule am Forstgarten

Zum Buch:

Samuel Kohanim, Oberhaupt einer der ältesten jüdischen Familien im west-preußischen Osche, ist durchschnittliches Unglück gewöhnt. Seine Frau Mindel, schroff und wortkarg von Natur, gebar ihm sieben Mädchen. Die »sieben biblischen Plagen«, wie die Kohanim-Töchter genannt werden, strapazieren die väterliche Geduld: Selma, die mit ihrem religiösen Spleen alle meschugge macht, Martha, die am laufenden Band haarsträubende Lügengeschichten erfindet, Fanny, die nicht unter die Haube zu bringen ist, der Wildfang Elli … – und schließlich Franziska, »die Katastrophe auf Abruf«, bildschön, stolz und eigenwillig. Aber ein männlicher Stammhalter fehlt, denn der Kronprinz stirbt am 10. März 1895, kurz nach seiner Geburt.
Nach den Erschütterungen des Ersten Weltkrieges sucht die Familie Kohanim Zuflucht in Berlin. Während Martha in gehobene Berliner Kreise einheiratet und ihr Mann Leopold zum Christentum konvertiert, lässt sich Franziska mit dem ebenso charismatischen wie unzuverlässigen jüdischen Kohlearbeiter Willy Rubin ein und wohnt fortan im »Roten Wedding«. Auch die protestantische Oda, eine Freundin der Familie, hat es in die Hauptstadt verschlagen. Im Laufe der in den 1930er Jahren anbrechenden schweren Zeiten verbindet sich Odas Schicksal endgültig mit jenem der Familie Kohanim, deren Stammbaum die unterschiedlichsten Triebe ausbildet, jüdische wie nicht-jüdische, nationalistische wie kommunistische.

Marcia Zuckermann hat einen großartigen Familienroman in bester Tradition jüdischer Erzählkunst geschrieben. Eine turbulente Familiensaga, spannend und handlungsreich, voller Tragik und Komik, mit verschmitztem »Kohanim’schen Flitz« und erfrischender Berliner Schnauze, vorbehaltloser Selbstironie und listigem Humor.

Zur Autorin:

Marcia Zuckermann wurde 1947 in Ostberlin geboren. Ihr jüdischer Vater überlebte den Holocaust als politischer Gefangener im KZ Buchenwald, ihre protestantische Mutter war als Kommunistin im Widerstand aktiv. 1958 musste die Familie die DDR als Dissidenten verlassen. In Westberlin absolvierte Marcia Zuckermann eine Ausbildung als Werbewirtin im Verlagswesen und wurde zur Mitbegründerin und Geschäftsführerin einer bis heute erfolgreichen Berliner Zeitschrift. Sie lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin.


Eine Veranstaltung der VHS Kleve in Zusammenarbeit mit Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V. und der Buchhandlung Hintzen im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019.

Foto: Marion Vierling

Ausverkauft! Christoph Klimke liest…

14 Feb, 2019

Ausverkauft! Christoph Klimke liest…

…aus seinem neuen Roman „Der Koloss“

Donnerstag, 14. März 2019, 19.30 Uhr, Buchhandlung Hintzen

  • zu dieser Veranstaltung gibt es leider keine Karten mehr!


In diesem Roman „ist ganz viel Kleve drin“
Klever Schriftsteller Christoph Klimke liest in seiner Heimatstadt
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Sie sei kein Kleve-Roman, aber „da ist ganz viel Kleve drin“ verrät der Lyriker, Schriftsteller und Theaterautor Christoph Klimke über seine aktuelle Erzählung „Der Koloss“. Aus Berlin kommt Klimke nun zurück in die Stadt seiner Kindheit und Jugend und liest am Donnerstag, 14. März, 19.30 Uhr in der Buchhandlung Hintzen aus seiner autobiographischen Erzählung.

Klimke, der von der Lyrik ausgeht und in seiner Prosa immer wieder die Klever Zeit zum Thema macht, möchte in seiner Heimat bekannter werden. Der ebenfalls aus Kleve stammende Journalist und Redakteur Rolf Langenhuisen hatte zuletzt mit ausführlichen Porträts im Klever Heimatkalender und in „DER KLEVER“ den vielseitigen Autor in Erinnerung gebracht.

Christoph Klimke verlies Kleve nach Abitur und Zivildienst zum Studium in Bonn, Rom und Florenz. Mitte der 80er Jahre zog er nach Berlin, um Schriftsteller zu werden. Seitdem veröffentlicht Klimke in allen literarischen Gattungen: Gedichte, Biographien, Übersetzungen, Erzählungen, Essays, Rezensionen, Theaterstücke und Libretti für Opern- und Tanzproduktionen. Als gefragter Librettist schreibt Klimke – vor allem seit seiner Zusammenarbeit mit dem Regisseur Johann Kresnik – auf der Schnittstelle von lyrischer Wortkraft und politischen Theatertexten. Sein 2017 uraufgeführtes Musical „America First“ über Marilyn Monroe geht in eine zweite Spielzeit, und in diesem Sommer übernimmt das Duisburger Theater die Familienoper „Geisterritter“, die Klimke nach „Tintenherz“ von Cornelia Funke verfasste.

Im „Koloss“ schreibt sich Klimke reflektierend durch eigene Erfahrungen und Lebenszeit. Angst ist ein zentrales Thema, vor Krebs, vor wiederkehrendem Krebs. Die einschneidenden Worte “Ich sehe da was“ ziehen sich wie ein roter Faden durch die nach einem Goya zugeschriebenen Antikriegsbild benannte Erzählung. Wohnen am Sportplatz, autoritäre Lehrer am Gymnasium, Szenenwechsel zwischen Kleve und Berlin, der Vater, die eigenen Hunde – Klimke beschreibt sensibel, aber auch bissig und mit Witz.

Lesen wird Klimke an diesem Abend sicher auch das eine oder andere Gedicht und von seiner Arbeit für die Bühne erzählen. Am Vormittag liest er für Schüler seiner alten Schule, im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Noch hat sich hier seit seinem Abitur 1978, seit sein Vater hier Deutsch unterrichtete, im Altbau nicht viel verändert.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf und an der Abendkasse 8 € inkl. Bewirtung. Wegen der begrenzten Anzahl Plätze wird um Reservierung gebeten(Tel. 02821-26655, info@hintzen-buch.de) gebeten.
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Christoph Klimke wurde 1959 geboren und wuchs in Kleve auf, studierte in Bonn und Florenz und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Er erhielt u. a. den Ernst-Barlach-Preis für Literatur.

Foto: Jörg Landsberg


60. Vorlesewettbewerb: Regionalentscheid Kreis Kleve-Nord

4 Feb, 2019

60. Vorlesewettbewerb:  Regionalentscheid Kreis Kleve-Nord

„Von Rico, Oscar, Greg, Frau Spinat und den Frauen von Troja“

Der Vorlesewettbewerb in diesem Schuljahr geht weiter! Ein Dutzend Schulsieger aus dem Nordkreis Kleve treten zur nächsten Vorleserunde, dem Regionalentscheid, an. Zu diesem lädt unsere Buchhandlung am Dienstag, den 12. Februar, 16 Uhr, in das Klever Kolpinghaus ein.

Die jungen Lesetalente stammen aus den 6. Klassen der Real-, Gesamtschulen und Gymnasien von Goch, Rees, Kalkar, Emmerich und Kleve. Sie sind alle schon Sieger, denn sie haben ihre Vorlesekunst bereits Ende des Vorjahres in ihren Klassen und Schulen unter Beweis gestellt.

Nun treten sie mit einem neuen, selbst ausgewählten Text erneut an und müssen sich auch mit dem Lesen eines fremden Textes beweisen. Die jungen Lese-Profis haben sich Textstellen u.a. aus Jugendbüchern von Andreas Steinhöfel, Sabine Ludwig, Morthon Rhue, Marc-Uwe Kling und Jeff Kinney ausgesucht, sie lesen von Freundschaft, Anhaltern, einer Oma, die das Internet abstellt, magischen Tieren und einer durchgeknallten Familie.

Die kompetent besetzte Wettbewerbs-Jury besteht aus

o Yvonne Struck (Jugendbuchautorin, sie wird den Lese-Reigen eröffnen),

o Elisabeth Verhoeven (Rundfunksprecherin WDR, SWR),

o Ludger Kazmierczak (WDR-Korrespondent, Moderator, Kabarettist)

o Jens Neumann (Leiter der Stadtbücherei Kleve)

Alle Vorleser erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis. Wer als Sieger/in aus diesem spannenden Lesewettstreit hervorgeht, nimmt im Frühjahr an der nächsten Runde, dem Bezirksentscheid, teil.

Der traditionsreiche Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels unter Schirrmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Er lenkt öffentliche Aufmerksamkeit auf das Kulturgut Buch und die Bedeutung von Lesekompetenz. Jährlich nehmen bundesweit rund 600.000 Kinder an dem Wettbewerb teil. Etappen führen über Bezirks- und Länderebene bis hin zum Bundesentscheid im Sommer. Die über 600 Regionalwettbewerbe werden jeweils von örtlichen Buchhandlungen und Bibliotheken organisiert.

Der Vorlesewettbewerb in Kleve ist öffentlich, Publikum willkommen und der Eintritt frei! Informationen auch unter www.vorlesewettbewerb.de.


Jüdische Kulturtage: Marcia Zuckermann liest aus „Mischpoke! Ein Familienroman“

8 Jan, 2019

Jüdische Kulturtage: Marcia Zuckermann liest aus „Mischpoke! Ein Familienroman“

Mittwoch, 3. April 2019, 20 Uhr
Donnerstag, 4. April 2019, 10 Uhr, Lesung für Schüler
Stadthalle Kleve

Marica Zuckermann
liest aus ihrem Buch
„Mischpoke! Ein Familienroman“
Frankfurter Verlagsanstalt

Marcia Zuckermann liest in Kleve auf Einladung der Volkshochschule Kleve und ihm Rahmen der Jüdischen Kulturtage RheinRuhr, die zum Thema „Zuhause – Jüdisch. Heute. Hier“ vom 28. März bis 14. April 2019 stattfinden.

 

»Zur Mittagszeit des 10. März 1895 ahnte niemand,
dass der Untergang der Familie Kohanim von nun an
seinen Lauf nehmen sollte …«

Samuel Kohanim, Oberhaupt einer der ältesten jüdischen Familien in Westpreußen, ist durchschnittliches Unglück gewöhnt. Seine Frau Mindel, schroff und wortkarg von Natur, gebar ihm sieben Mädchen. Die ’sieben biblischen Plagen‘, wie die Kohanim-Töchter im Dorf genannt werden, strapazieren die väterliche Geduld: Selma, die mit ihrem religiösen Spleen alle meschugge macht, Martha, die am laufenden Band haarsträubende Lügengeschichten erfindet, Fanny, die nicht unter die Haube zu bringen ist, der Wildfang Elli, Jenny, Flora – und Franziska, ‚die Katastrophe auf Abruf‘, bildschön, stolz und eigenwillig.
Nach den Ersten Weltkrieg sucht die Familie Zuflucht in Berlin. Während Martha in gehobene Berliner Kreise einheiratet und ihr Mann Leopold zum Christentum konvertiert, lässt sich Franziska mit dem ebenso charismatischen wie unzuverlässigen jüdischen Willy Rubin ein und wohnt fortan im »roten Wedding«. Auch die protestantische Oda, deutsch-russischer Adlige wider Willen und Freundin der Familie, hat es in die Hauptstadt verschlagen. Im Laufe der Jahre verbindet sich ihr Schicksal endgültig mit jenem der Familie Kohanim, deren Stammbaum die unterschiedlichsten Triebe ausbildet, jüdische wie nicht-jüdische, nationalistische wie kommunistische.“
(Frankfurter Verlagsanstalt)

Zur Autorin
:
Marica Zuckermann, geb. 1947, wuchs als Tochter einer Familie aus traditionell oppositionellem deutsch-jüdischen Milieu auf. Der Vater war Kommunist und hat als politischer Gefangener die Haft von 1933 bis 1945 und den Holocaust überlebt. Ihre Mutter war im Berliner Widerstand aktiv. 1958 musste die Familie als Dissidenten von Ost-nach West-Berlin fliehen, eine unruhige, Kindheit. In West-Berlin absolvierte sie das Gymnasium, arbeitete als Werbewirtin im Verlagswesen, später als Texterin. 1976/77 war sie Mitbegründerin und Geschäftsführerin einer bis heute erfolgreichen Berliner Zeitschrift. 1978 begann sie als freie Autorin/Journalistin für TV, Funk und Presse zu arbeiten und erregte gleich mit ihrer ersten Reportage Aufsehen. Ihr Debüt als Schriftstellerin hatte sie 1999 mit dem Buch „Das vereinigte Paradies“, einem Wenderoman, der allseits gut besprochen wurde und zeigte, dass sie Zeitgeschehen literarisch mit sarkastischem Witz fesselnd zu verbinden vermag.

Mit „Mischpoke!“ legt sie ihr“ Opus major“ vor, an dem sie 10 Jahre gearbeitet hat. Dieser Roman stützt sich frei auf die authentische Familienchronik samt den überlieferten Legenden aus 300 Jahren deutsch-jüdischer gelebter Geschichte. Jenseits der herrschenden Klassen lebte diese Familie, die Tradition der ewigen deutschen Rebellen, sowohl gegen jüdische Traditionen, gegen den Untertanengeist und die Kriegsbesoffenheit des Kaisertums, den Faschismus. Auch in der Jetztzeit setzt im Buch die letzte ihres Clans das rebellische Wesen fort.

Bundesweiter Vorlesetag für Willibrord- und Förderschüler

10 Okt, 2018

Bundesweiter Vorlesetag für Willibrord- und Förderschüler

Freitag, 16. November 2018
9.00 / 9.45 / 10.30 Uhr

Erneut liest Buchhändler Eckard Erdmann am bundesweiten „Vorlesetag“ der Stiftung Lesen Schülern der Willibrord-Grundschule Kleve-Kellen und auch Schülern der Förderschule Kleve vor. Im letzten Jahr hat die Aktion mit „Rocco Randale“ die Willibrord-Schüler so begeistert, dass sie unbedingt wieder kommen möchten!
Am Freitag, den 16. November liest Eckard morgens von der beliebten Kreuzspinne Karl-Heinz und der Stubenfliege Bisy vor aus dem Buch „Mitgehangen, mitgefangen“ von Kai Pannen aus dem Tulipan Verlag vor:

„Kreuzspinne Karl-Heinz und Stubenfliege Bisy führen ein beschauliches Leben in der Buchenhecke und alles ist wie immer: Dem einen ist es zu langweilig, dem anderen ist zu viel los. Da reißt sie eine zweifelhafte Einladung aus ihrem Alltagstrott. Tante Kassandra lädt zum gemeinsamen Essen ein. Natürlich wissen die beiden Freunde, dass das nicht ungefährlich ist, weil man schnell mal selbst zum Hauptgericht wird. Trotzdem sagen sie zu. Doch als sie im Netz der Tante ankommen, ist diese verschwunden. Das Netz ist vollkommen verwüstet als hätte ein Kampf stattgefunden. Was ist bloß passiert? Wurde Tante Kassandra etwa entführt? Karl-Heinz und Bisy beschließen, das Rätsel zu lösen und geraten dabei in ein spannendes Abenteuer…“

Kai Pannen wurde am Niederrhein geboren. Er studierte Malerei und Film in Köln und arbeitet seitdem als Illustrator und Trickfilmer. In den letzten Jahren hat er zahlreiche Bücher für verschiedene Verlage illustriert. An der Animation School Hamburg war er Dozent für Animation und Storyboard. Daneben betätigt er sich als Produzent für animierte Kinder-Kurzfilme. Kai Pannen lebt mit seiner Familie in Hamburg.

„Auf Tour durch die Schanz“ mit Dorfgeschichten von Änneke Schenk

17 Sep, 2018

„Auf Tour durch die Schanz“ mit Dorfgeschichten von Änneke Schenk

Dorfgeschichten & Lesung
mit Änneke Schenk alias Gästeführerin Hildegard Liebeton

Sonntag 30. September
14 Uhr und 16 Uhr
in der Buchhandlung Hintzen

„Es waren andere Zeiten, die in Erinnerung bleiben sollen“, findet Hildegard Liebeton, die am Niederrhein längst als erfahrene Gästeführerin bekannt ist. Die alten Geschichten von Schenkenschanz, die wahren und die falschen, kennt sie fast alle und erzählt, gewandet als Änneke Schenk, lebhaft vom Dorf- und Landleben frührerer Zeiten, von Aalen im Altrhein und Kühemelken mit der Hand.

Zehn dieser Dorf-Erzählungen hat sie mit Hintergrundgeschichten versehen und zusammen mit dem Journalisten Ingo Plaschke und dem Fotojournalisten Marc Albers in ein Buch gepackt. Zum Ende der Regionalbuchtage „Heimat erlesen“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und am verkaufsoffenen Sonntag in Kleve liest Änneke Schenk bei uns in der Buchhandlung auch aus diesem Buch – und signiert es auch. Bei schönem Wetter findet das draußen statt, dann gibt es dazu auch einen Büchertisch mit aktueller und antiquarischer Niederrhein-Literatur.

Nicht nur Niederrheiner und Heimatfreunde sind herzlich willkommen!
Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Hildegard Liebeton/Ingo Plaschke/Marc Albers
Auf Tour durch die Schanz
Dorfgeschichten von Änneke Schenk
96 Seiten in Farbe, gebunden
Mercator-Verlag, 18 €

Literarische Wundertüte: „Blind Date“-Lesung zum Deutschen Buchpreis!

5 Jul, 2018

Literarische Wundertüte: „Blind Date“-Lesung zum Deutschen Buchpreis!

Zur Überraschungslesung mit einer/m der Longlist-Nominierten zum Deutschen Buchpreis 2018 laden wir herzlich ein:

Donnerstag, 6. September 2018
Beginn 19.30 Uhr / Einlass 18.30 Uhr
„Restauration zum Aussichtsturm“
Königsallee 260 in Kleve

Eintritt: VVK 10 €/Abendkasse 12 €
Ermäßigung: VVK 6€/Abendkasse 8 € (Schüler, Studenten)

 

Die literarische Wundertüte öffnet sich erst am Abend der Veranstaltung. Welcher potentielle Kandidat für den diesjährigen Deutschen Buchpreis in Kleve lesen wird, bleibt eine Überraschung. In jedem Jahr gibt es nur acht solcher Blind-Date-Lesungen in Deutschland – und diesmal eine davon: in Kleve!

Mit dem Deutschen Buchpreis wird seit 2005 der deutschsprachige „Roman des Jahres“ gekürt. Die ausschreibende Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels möchte damit länderübergreifend Aufmerksamkeit auf deutschsprachige Autoren lenken. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 € dotiert und gehört zu den renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschen Sprachraum.

In einem mehrstufigen Auswahlprozess wird der Preisträgerroman von einer siebenköpfigen Jury ausgewählt. Sie besteht in diesem Jahr aus

Christoph Bartmann, Goethe-Institut Warschau
Luzia Braun, ZDF
Tanja Graf, Literaturhaus München
Paul Jandl, Freier Kritiker
Uwe Kalkowski, Literaturblog Kaffeehaussitzer
Christine Lötscher, freie Kritikerin
Marianna Sax, Bücherladen Marianna Sax

Aus den 165 (!) Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wählt die Jury eine 20 Titel umfassende Longlist, die am 14. August bekannt gegeben wird. Ein/e Romanautor/in von dieser Liste wird nach Kleve kommen! Die sechs Titel der Shortlist erfährt die Literaturwelt dann am 11. September. Die Preisverleihung schließlich – und erst dann steht der Preisträgerroman fest, findet am 8. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse statt.

„Wer kommt, bleibt geheim!“ Auch wir Buchhändler erfahren erst kurz vor der Veranstaltung, wer der literarische Gast für Kleve sein wird. Fest steht jedoch: ob bekannter Name oder Newcomer: es wird in jedem Fall ein Hochkaräter sein. Immerhin ein potentieller Urheber des besten Roman dieses Jahres.

Vergangene Preisträger waren „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse (2017) sowie Romane von Bodo Kirchoff (2016), Frank Witzel (2015), Lutz Seiler (2014), Terézia Mora (2013), Ursula Krechel (2012) und Eugen Ruge (2011).

Weitere Infos zum Buchpreis: www.deutscher-buchpreis.de
#dpb18

5. Niederländischer Literaturherbst (1): Daan und Thomas Heerma van Voss

5 Jul, 2018

5. Niederländischer Literaturherbst (1):  Daan und Thomas Heerma van Voss

Der lang ersehnte „5. Niederländische Literaturherbst“ des Klever WDR-Büros findet in diesem Jahr wieder im Museum Kurhaus statt. Vom 13. September bis 10. Oktober 2018, viermal donnerstagabends und einmal mittwochabends, jeweils ab 19.30 Uhr, werden niederländische Schriftsteller und eine Übersetzerin aus ihren Werken vorlesen und sich im Rahmen der Lesungen den anregenden und bisweilen amüsanten Fragen von Initiator und Moderator Ludger Kazmierzak stellen.

Bei jeder Lesung kann der Titel der gastierenden Autoren vor Ort erworben und signiert werden.

Eintritt je Lesung: 8 €
Vorverkauf: Buchhandlung Hintzen und Museum Kurhaus Kleve

 

Donnerstag, 13. September 2018, 19.30 Uhr
Museum Kurhaus Kleve

Daan und Thomas Heerma van Voss

 

„Zeuge des Spiels“, Thriller
Aus dem Niederländischen von Ulrich Faure
Verlag Schöffling & Co.
304 Seiten, € 18,00

Zum Auftakt des Niederländischen Literaturherbstes 2018 sind die Brüder Daan (*1986 Amsterdam) und Thomas Heerma van Voss (*1990 Amsterdam) im Museum Kurhaus Kleve zu Gast. Sie werden aus ihrem aktuellen Buch „Zeuge des Spiels“ vorlesen, einem packenden Thriller:

„Nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau hat sich der ehemalige Psychiater Aron Mulder in sein Ferienhaus zurückgezogen. Die Gerüchte, er sei in den Mordfall involviert, vertreiben die Patienten und auch seinen Sohn Alexander, der nach New Orleans gezogen ist und einen anderen Namen angenommen hat. Als Alexander jedoch verdächtigt wird, seine Freundin Nathalie Underwood in den Sümpfen von Louisiana ermordet zu haben, beschließt Aron, in die USA zu fliegen und seinem Sohn, von dem er seit Jahren nichts mehr gehört hat, zu helfen.
Im Mordfall Underwood ermittelt die Polizistin Hanna Vincennes, die von ihren Vorgesetzten und den Medien zunehmend unter Druck gesetzt wird. Je mehr Antworten sie findet, desto größer werden ihre Zweifel an der offiziellen Version. Was hat dieser Mordfall mit dem Mord an Arons Frau zu tun? Und gelingt es Aron, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen?“ (Schöffling Verlag)

 

Zu den Autoren:

Daan Heerma van Voss
, geboren 1986, lebt in Amsterdam. Er veröffentlichte in den Niederlanden mehrere Romane, Abels letzter Krieg erscheint demnächst in deutscher Übersetzung.
Thomas Heerma van Voss, geboren 1990, lebt ebenfalls in Amsterdam. Sein Roman Stern geht erschien 2016 bei Schöffling & Co.
Die Gebrüder Heerma van Voss zählen in den Niederlanden zu den wichtigsten Autoren der jüngeren Generation. „Zeuge des Spiels“ ist das erste Buch, das die Brüder zusammen verfasst haben, es wurde für den belgischen Thrillerpreis „Diamanten Kogel“ nominiert.

Autorenfoto: © Sacha de Boer/Hollandse Hoogte

5. Niederländischer Literaturherbst (2): Ernest van der Kwast

4 Jul, 2018

5. Niederländischer Literaturherbst (2): Ernest van der Kwast

Der lang ersehnte „5. Niederländische Literaturherbst“ des Klever WDR-Büros findet in diesem Jahr wieder im Museum Kurhaus statt. Vom 13. September bis 10. Oktober 2018, viermal donnerstagabends und einmal mittwochabends, jeweils ab 19.30 Uhr, werden niederländische Schriftsteller und eine Übersetzerin aus ihren Werken vorlesen und sich im Rahmen der Lesungen den anregenden und bisweilen amüsanten Fragen von Initiator und Moderator Ludger Kazmierzak stellen.

Bei jeder Lesung kann der die Titel der gastierenden Autoren vor Ort zu erwerben und signiert werden.
Aufgrund der Beliebtheit dieser Literatur-Reihe empfehlen wir den frühzeitigen Ticket-Kauf!

Eintritt je Lesung: 8 €
Vorverkauf: Buchhandlung Hintzen und Museum Kurhaus Kleve

 

Donnerstag, 20. September 2018, 19.30 Uhr
Museum Kurhaus Kleve

Ernest van der Kwast

 

„Mama Tandoori“
Gebunden mit Schutzumschlag, 20 €
ISBN: 978-3-442-75769-5

 

Der niederländische Autor und Journalist Ernest van der Kwast (*1981 Mumbai/Indien) ist mit seinem Buch „Mama Tandoori“ zu Gast. Er hat ein gefühlvolles autobiographisches Familienporträt im Gepäck, in dem seine Mutter im Mittelpunkt steht und trotz aller Nachdenklichkeit der Humor keineswegs zu kurz kommt. An diesem Abend wird viel gelacht werden!

„Der Vater hegt keinerlei Zweifel: es wird ein Mädchen. Die Geburtsanzeige für Eva van der Kwast liegt bereits beim Drucker. Als dann sehr zur Bestürzung der Eltern in einer Klinik in Bombay 1981 der kleine Ernest das Licht der Welt erblickt, nimmt ein nicht ganz unbelastetes Verhältnis zwischen Sohn und Eltern seinen Lauf…
In seinem autobiografisch gefärbten Roman präsentiert Ernest van der Kwast einen bunten Reigen von Charakteren, von Bollywood Star Onkel Sharma bis zu seiner Tante Jasleen, einer einstmals erfolgversprechenden Siebenkämpferin. Allen voran aber seine Mutter, die Matriarchin des Klans, geliebt und gefürchtet, eine Tyrannin mit dem Herzen einer Löwin. Eine Frau von eisernem Willen, beinahe absurder Gründlichkeit und bei aller Stärke erfüllt von einer tiefen Traurigkeit um ihren behinderten Sohn Ashirwad. Sie ist es, bei der alle Fäden der Geschichte zusammenlaufen. »Mama Tandoori« lässt einen Staunen, Nachdenken und Lachen – ein wunderbar witziges Famlienporträt, das mitten ins Herz trifft.“ (Verlag Random House)

„Ein großer Humorist mit einem perfekten Gefühl für Timing. Ein verdammt witziges Buch.“
(„De Standaard“)

 

Ernest van der Kwast wurde 1981 in Bombay geboren und ist halb indischer, halb niederländischer Herkunft. Seine Romane sind internationale Bestseller. In Deutschland erschienen bisher »Fünf Viertelstunden bis zum Meer« und »Die Eismacher«. Ernest van der Kwast lebt mit seiner Familie in Rotterdam..

Autorenfoto: © Keke Keukelaar

5. Niederländischer Literaturherbst (3): Stefan Hertmans

3 Jul, 2018

5. Niederländischer Literaturherbst (3): Stefan Hertmans

Der lang ersehnte „5. Niederländische Literaturherbst“ des Klever WDR-Büros findet in diesem Jahr wieder im Museum Kurhaus statt. Vom 13. September bis 10. Oktober 2018, viermal donnerstagabends und einmal mittwochabends, jeweils ab 19.30 Uhr, werden niederländische Schriftsteller und eine Übersetzerin aus ihren Werken vorlesen und sich im Rahmen der Lesungen den anregenden und bisweilen amüsanten Fragen von Initiator und Moderator Ludger Kazmierzak stellen.

Bei jeder Lesung kann der die Titel der gastierenden Autoren vor Ort zu erwerben und signiert werden.
Aufgrund der Beliebtheit dieser Literatur-Reihe empfehlen wir den frühzeitigen Ticket-Kauf!

Eintritt je Lesung: 8 €
Vorverkauf: Buchhandlung Hintzen und Museum Kurhaus Kleve

 

Donnerstag, 27. September 2018, 19.30 Uhr
Museum Kurhaus Kleve

Stefan Hertmans

 

„Krieg und Terpentin“
Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm
Mit Fotografien
Diogenes Verlag
Taschenbuch, 416 Seiten
978-3-257-24431-1
€ 12.00

 

Der Flame Stefan Hertmans (*1951 Gent, Belgien) liest aus seinem neuen Buch „Krieg und Terpentin“ vor, eine bewegende Nachzeichnung des Lebens seines Großvaters, anhand von Notizbüchern erstellt, die der Autor nach dem Tod seines Großvaters gefunden hat. Sie ermöglichen es ihm, dessen Leben als junger Soldat im Ersten Weltkrieg – mit allen Erfahrungen und Träumen – bildhaft darzustellen:

„»Man kann alles, wenn man will!«, sagt der alte Mann zu seinem Enkel und schwingt sich in den Kopfstand. Die wahre Willenskraft seines Großvaters begreift Stefan Hertmans jedoch erst, als er nach dessen Tod seine Notizbücher liest und beschließt, den Roman dieses Lebens zu schreiben: Eindringlich beschreibt er den 13-Jährigen, der in der Eisengießerei davon träumt, Maler zu werden, und stattdessen an die Front gerät, wo er zwar das Grauen der Schützengräben überlebt, dafür aber fast am Verlust seiner großen Liebe zugrunde geht.

›Krieg und Terpentin‹ handelt von der Hölle eines strenggläubigen jungen Soldaten, Sohn eines flämischen Freskenmalers, dessen altmodische Welt mit Beginn des Ersten Weltkriegs für immer untergeht. In den Schützengräben, die er knapp überlebt, träumt er von drei großen Passionen: der Liebe, der Malerei und einem bescheidenen Grad an Emanzipation, die Flamen im offiziell französischsprachigen Belgien bis dahin verwehrt war. Still malt er später seine geheimnisvollen Bilder und schreibt, auf Flämisch, zwei dicke Hefte voller Erinnerungen. Ein Vermächtnis, das der Enkel, dem er die Hefte kurz vor seinem Tod übergibt, in einer sparsamen, bildmächtigen Sprache zum Psychogramm einer Seele und zu einer berührenden Familienchronik verdichtet. Ein Buch, das einem bleibt.“ (Diogenes Verlag)

»Ein künftiger Klassiker. Historischer Roman und Autobiographie in einem. Von grandioser poetischer Leuchtkraft.«
The Guardian, London

 

Stefan Hertmans, geboren 1951 in Gent (Belgien), Dichter, Dramatiker, Romancier, gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. ›Krieg und Terpentin‹ wurde 2014 mit dem AKO Literatuurprijs, De Gouden Uil und dem Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa ausgezeichnet. Hertmans lebt in Brüssel und im südfranzösischen Monieux. Weitere Auszeichnungen: ›Spycher: Literaturpreis Leuk‹ der Stiftung Schloss Leuk (Schweiz, 2017), ›Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa‹ und ›De Gouden Uil‹ für „Oorlog en terpentijn“ (2014).

Autorenfoto: © Michiel Hendryckx