Tipps

„Joseph Beuys und die Musik“

»Gepostet am 30 Jul, 2021 | Keine Kommentare

Sigrun Hintzen „Joseph Beuys und die Musik“ , Tectum Verlag 2021 100 Seiten, broschiert ISBN 978-3-8288-4666-1 26,00 € 

Zum Buch:

Joseph Beuys erweiterte seinen Kunstbegriff um das Hören und begriff Klang als Skulptur. Musikalisches Material durchzieht sein Werk von frühen Zeichnungen bis in die späten Aktionen. Hier wird aufgeschlüsselt, was es mit den akustischen Elementen in Beuys‘ Arbeiten, mit Notationen, Symphonien und Partituren auf sich hat. Was macht Beuys selbst am Flügel, was sind Erdklavier und Innenton? Beuys arbeitete mit John Cage, Nam June Paik und Henning Christiansen, fühlte sich Erik Satie verbunden. Sigrun Hintzen legte seinerzeit den Grundstein zur Erforschung der Musik bei Joseph Beuys. unter ihrem Mädchennamen Sigrun Speh den Grundstein für die Erforschung des Themas „Joseph Beuys und Musik“. Sie schrieb diese Arbeit 1991/1992 als Studentin von Prof. Dr. Antje von Graevenitz am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln. Die verwendeten Quellen sind daher auch nur die bis dahin erschienenen Publikationen.

Neben der Monographie „Klang und Skulptur“ von Mario Kramer (1995) und den Rundfunkarbeiten „Requiem of Art. Joseph Beuys & Musik“ von Thomas Groetz (Deutschlandradio Kultur, 2016) und „Ich höre die Bäume. Klang und Musik bei Joseph Beuys“ von Michael Arntz (WDR 2019) ist die Forschungslage zur Musik im Werk von Joseph Beuys weiterhin überschaubar. Im Beuys-Jahr 2021 wird daher diese Arbeit endlich allen zugänglich gemacht, die „Musik als innere Dispositon“ bei Beuys kennen und verstehen lernen möchten.

Zur Autorin:

Sigrun Hintzen, geboren und aufgewachsen in Kleve am Niederrhein, studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Soziologie und Publizistik in Münster und Köln. Es folgten publizistische, redaktionelle und organisatorische Arbeiten in Musik- und Kulturinstitutionen. Heute leitet sie eine kommunale Konzertreihe und arbeitet für den Buchhandel. Sie besuchte das gleiche Gymnasium wie Joseph Beuys und erhielt wie er Unterricht auf Cello und Klavier.

mehr

Joseph Beuys Handbuch

»Gepostet am 30 Jul, 2021 | Keine Kommentare

Joseph Beuys war nicht nur bildender Künstler, sondern auch Intellektueller, Sozialtheoretiker, politischer Aktivist, Naturforscher und Kunsttheoretiker – sowie eine der zentralen Figuren im Kulturbereich der Bonner Republik.

Seine Forderung einer ‚Erweiterung des Kunstbegriffs‘ auf der Grundlage seiner ‚Sozialen Plastik‘ propagiert die Idee einer Verschmelzung von Kunst und Leben. Das nach jahrelanger Herausgeber-Arbeit gerade erschienene Joseph Beuys Handbuch bietet eine systematische Darstellung von Beuys‘ interdisziplinärem Denken und systemüberschreitendem Handeln. Es stellt auf 500 Seiten und in über 80 Artikel von etwa 50 Autor*innen Leben, Werk, Aktionen sowie Performances und deren Wirkung im Zusammenhang dar und bietet kultur- und kunstwissenschaftliche Zugänge zu seinem Werk.

Das „Beuys-Handbuch“ soll der interdisziplinären Beuys-Forschung ab dem Jubiläumsjahr 2021 als Wissens- und Orientierungsgrundlage dienen.

Joseph Beuys Handbuch. Leben – Werk – Wirkung

Herausgegeben von Bettina Paust & Timo Skrandies

XIII, 505 Seiten, 2021 | 1. Aufl. 2021
J.B. Metzler Verlag, Part of Springer Nature – Springer-Verlag GmbH
ISBN 978-3-476-05791-4

99,99 €

mehr

Ryoko Sekiguchi „Nagori. Die Sehnsucht nach der von uns gegangenen Jahreszeit“

»Gepostet am 6 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Nagori ist der Geschmack des bevorstehenden Abschieds und der Sehnsucht nach Wiederkehr. Ryoko Sekiguchis schreibt über eine literarische, kulinarische und kulturelle Reise von Japan über Rom nach Paris zu genialen Köchen, köstlichen Gerichten und unbekannten Zutaten. So entsteht eine kleine Ästhetik über die flüchtige Handschrift von Geschmäckern und Aromen ( incl. eines Menüvorschlags: Diner der 100 Zutaten).“ Verlag Matthes & Seitz/Eckard Erdmann

Ryoki Sekiguchi, Nagori. Die Sehnsucht nach der von uns gegangenen Jahreszeit, 115 Seiten, gebunden, Verlag Matthes & Seitz, 18 €

mehr

Massimo Montanari „Spaghetti al pomodoro“

»Gepostet am 6 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Maccheroni, Tagliatelle, Vermicelli … der große Historiker der europäischen Ernährungsgeschichte hat mit »gusto« ein kleines Meisterwerk über die Mutter aller italienischen Gerichte verfasst. Gibt es etwas, das typischer italienisch ist als Spaghetti al pomodoro? Elegant und aus seinem großen Forschungswissen schöpfend erzählt Massimo Montanari die Geschichte dieses Gerichts und räumt dabei mit all den kursierenden Halbwahrheiten und Vorurteilen auf. Die kurze Geschichte eines Mythos‘. (Wagenbach Verlag)

Massimo Montanari, Spaghetti al pomodoro, aus dem Italienischen von Victoria Lorini, Wagenbach Verlag/SALTO,144 Seiten. Rotes Leinen. Fadengeheftet, 19,– €

mehr

Nigel Slater „Greenfeast. Herbst/Winter“

»Gepostet am 6 Nov, 2020 | Keine Kommentare

Ab Herbstbeginn sehnen wir uns nach Nahrung, die sowohl verwöhnend als auch wärmend, gehaltvoll und zutiefst befriedigend ist. Essen, das uns bei dem nasskalten Wetter gesund hält und für gute Laune sorgt. ›Greenfeast. Herbst/Winter‹ enthält über 110 einfache vegetarische Rezepte, die meist in unter 30 Minuten zubereitet sind. Wärmende Suppen wie die mit Tahin, Sesam und Butternuss-Kürbis oder köstliche Crumbles aus Porree, Tomate und Pecorino. Die abwechslungsreichen Gerichte feiern wie in ›Greenfeast. Frühling/Sommer‹ die pflanzliche Küche: Simpler Blätterteig gefüllt mit Käse und Gemüse, eine herzhafte Tarte aus Schalotten, Äpfeln und Parmesan, sanfte Polenta mit Knoblauch und Champignons, feurige Udon-Nudeln mit Tomaten und Chili, cremiger Milchreis mit Rosenwasser und Aprikosen machen richtig Lust auf die kalte Jahreszeit. (Dumont Verlag)

„Welches Gemüse esse ich heute? Das 2. kleine Buch der „grünen“ Küche. Der geniale Journalist und Koch aus England mit 110 vegetarischen Rezepten zur Jahreszeit….(und während man auf dem Herd mit Gemüse zaubert, schmort im Ofen die Hirschkeule ;-).“ Eckard Erdmann, Chefgourmet der Buchhandlung Hintzen

Nigel Slater, Greenfeast: Herbst/Winter, 320 Seiten, 106 farb. Abb., 44 s/w Abb, 28 €

mehr

Gustave Flaubert „Lehrjahre der Männlichkeit“ / „L’education sentimentale: histoire d’un jeune homme“

»Gepostet am 4 Nov, 2020 | Keine Kommentare

„L’education sentimentale. Histoire d’un jeune homme“ ist der letzte vollendete Roman des französischen Schriftstellers Gustave Flaubert (1821–1880). Er erschien 1869 und gilt heute als einer der einflussreichsten Romane des 19. Jahrhunderts. Es liegen mehrere Übersetzungen ins Deutsche vor, unter anderem erschien das Werk unter den Titeln „Die Erziehung der Gefühle“, „Die Erziehung des Herzens“, „Die Erziehung des Gefühls„, „Lehrjahre des Gefühls“, „Lehrjahre des Herzens“, „Die Schule der Empfindsamkeit“ und „Der Roman eines jungen Mannes“. Hier nun die beeindruckende, sorgfältigst erarbeitete Neuübersetzung 2020 von Elisabeth Edl:

„die lang erwartete Neuübersetzung von Gustave Flauberts epochalem, ungeheuer modernen Roman, zugleich Gesellschaftsgeschichte und Liebesgeschichte, vielfältig, böse, melancholisch. Die „Éducation sentimentale“ wurde nach „Madame Bovary“ Flauberts zweites Meisterwerk: Frédéric Moreau ist achtzehn, und es wird ernst. Auf einem Seine-Dampfer verliebt er sich sofort und lebenslänglich. Doch Madame Arnoux ist verheiratet! Der Held tröstet sich mit Rosanette und stolpert in die 48er Revolution, die eine ganze Gesellschaft aus der Bahn wirft. Flaubert folgt ihm zu den verwirrenden Frauen und den langweiligen Männern, bis hin zu dem berühmten, illusionslosen Schluss: Ja, wenn das Männlichkeit sein soll … In dieser Neuübersetzung von Elisabeth Edl ist Flauberts epochaler Roman noch einmal ganz anders zu entdecken!“ (Hanser Verlag)

„…ein Buch, das mir durch viele Jahre nahegestanden ist, wie kaum zwei oder drei Menschen; wann und wo ich es aufgeschlagen habe, hat es mich aufgeschreckt und völlig hingenommen, und ich habe mich dann immer als geistiges Kind dieses Schriftstellers gefühlt, wenn auch als armes und unbeholfenes.“ ( Franz Kafka)

Über Gustave Flaubert:

Gustave Flaubert wurde am 12. Dezember 1821 in Rouen (Normandie) geboren. Schon seit seiner Jugend schrieb er Erzählungen und Romane. Aufgrund seiner hohen Ansprüche an sich selbst veröffentlichte er jedoch keines seiner Manuskripte. Sein erstes publiziertes Werk wurde der Roman „Madame Bovary“, der 1856 im Feuilleton der Revue de Paris erschien und der ihm einen Prozess wegen Verstoßes gegen die Sitten eintrug. Sein schönstes Buch ist für viele seiner Verehrer „Drei Geschichten“, zugleich sein letztes vollendetes Werk. Zunächst unverstanden, aber noch einflussreicher auf die Entwicklung der europäischen Literatur war der große Roman L’Éducation sentimentale. Histoire d’un jeune homme (1869), der jetzt als „Lehrjahre der Männlichkeit. Geschichte einer Jugend“ in der Neuübersetzung von Elisabeth Edl erschien. Gustave Flaubert ist einer der besten Stilisten der französischen Literatur und ein Klassiker des Romans; zusammen mit Stendhal und Balzac bildet er das Dreigestirn der großen Erzähler Frankreichs. Gustave Flaubert starb 1880 im Alter von 59 Jahren in Croisset.

Gustave Flaubert „Lehrjahre der Männlichkeit“, Hanser Verlag, 42 €

mehr