Ein Fluch so ewig und so kalt

» Gepostet am 17 Apr, 2021 in Für junge Leser | Keine Kommentare

Ein Fluch so ewig und so kalt

Da war jemand fleißig! Anders kann man es nicht sagen! 🙂
Diese tolle, ausführliche Rezension stammt von unserer Testleserin Lea J. (15). Vielen herzlichen Dank dafür!

Kemmerer, Brigid
„Ein Fluch so ewig und kalt“-Bd. 1 der Emberfall-Reihe
ISBN: 978-3-453-27252-1
Heyne Verlag
GEB        18.00 EUR
14 – 99 J.  

„„Ein Fluch so ewig und kalt“ ist ein Jugendroman der Autorin Brigid Kemmerer und erscheint 2021 im Heyne Verlag. Die Handlung des Buches ist an das Märchen „Die Schöne und das Biest“ angelehnt.

Während sie für ihren Bruder Schmiere steht, wird Harper Zeuge einer versuchten Entführung. Als sie eingreift, wird sie selbst in das Königreich Emberfall verschleppt. Sie findet sich in einem Schloss wieder und erfährt, dass sie dem Kronprinzen Rhen helfen soll, den über ihn verhängten Fluch, der ihn in ein Monster verwandelt, zu brechen. Dazu soll sie sich aufrichtig in ihn verlieben.

Harper ist mit dieser Aufgabe überhaupt nicht einverstanden und will zurück in ihre Welt. Doch als sie begreift, dass die Zukunft des Landes und das Leben Unschuldiger auf dem Spiel stehen, beschließt sie, Rhen und seinem Wachmann Grey zu helfen, das Königreich zu retten.

Zu Anfang des Lesens hat mich die Geschichte zwar gefesselt, wies aber kaum Unterschiede zur Handlung des Märchens oder anderer Nacherzählungen des Märchens auf. Im Verlauf des Buches wurden immer größere Unterschiede zum Märchen auffällig, was für mich einen Pluspunkt für die Geschichte darstellt.

Die einzelnen Charaktere des Romans haben mir besonders gefallen, da sie sowohl detailreich ausgearbeitet sind, als auch die menschlichen, nicht so sehr heldenhaften Aspekte besitzen. Die Mutter der Hauptfigur Harper liegt im Sterben, der Bruder tut alles, um die Familie zu versorgen und Schulden bei zwielichtigen Leuten zu begleichen und Harper selbst leidet an einer Zerebralparese. Und doch ist Harper entschlossen sich nicht von ihrer Zerebralparese aufhalten oder definieren zu lassen, sondern ist bereit anderen zu helfen.

Der Roman ist einfach geschrieben und lässt sich leicht lesen, da man der Handlung gut folgen kann. Er ist aus der Sicht von Harper und Rhen geschrieben, was mich manchmal ein bisschen verwirrt hat, wenn ich nicht genau gelesen hatte, aus wessen Sicht die Geschehnisse geschildert werden. Aber durch die verschiedenen Sichten waren die Handlungen der beiden Charaktere verständlicher und nicht nur einseitig beschreiben.

Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, da die Geschichte sehr fesselnd war. Oft endete ein Kapitel mit einem offenen Ende, da das nächste Kapitel aber aus der Sicht der anderen Person geschrieben war, musste ich meistens unbedingt weiterlesen, da ich neugierig auf die Geschehnisse in Gegenwart der einen Person war. Wenn ein Kapitel dann mal doch nicht so spannend war, habe ich meistens weitergelesen, weil der andere Charakter gerade in Schwierigkeiten oder einer interessanten Situation steckte. Auch das Ende des Buches war anders als ich es erwartet hätte, weshalb ich mich darauf freue, den zweiten Teil der Reihe zu lesen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman „Ein Fluch so ewig und kalt“ auf jeden Fall lesenswert ist, da die Handlung, obwohl sie im ersten Moment vielen anderen Fantasy-Jugendromanen gleicht, überraschend ist und auch die Heldin aufgrund ihrer Zerebralparese von anderen unterschiedet. Zudem zieht die Geschichte einen schnell in ihren Bann.“