Leseförderung

Die Suche nach Lesekönigen hat begonnen!

21 Mrz, 2019

Die Suche nach Lesekönigen hat begonnen!


Lesekönig-Wettbewerb an der St. Georg Grundschule in Nütterden

Die Trauer einer Königin

von Heiner Frost


NÜTTERDEN. Nur damit das mal klar ist: Wer‘s ins Finale schafft, gehört doch schon zu den Siegern, oder? Andererseits: Man schielt doch immer nach dem Treppchen. Sechs Vorleser treten an, ein Publikum zu fesseln – und die Jury natürlich erst recht.
Alles beginnt mit Druck. Keine Angst: nix Schlimmes. Die Lehrerin drückt die Daumen. Das Publikum soll es, bitte, auch tun. Feste, ganz feste. Für alle Vorleser gleich. Am Ende: ein paar Tränen. Soraya ist traurig. Kein erster Platz. Irgendwo sitzt ein Schmerz, der sich hoffentlich legen wird. „Du hast toll gelesen“, sagt Jurorin Sigrun Hintzen. Stimmt. Soraya ist unter den besten Sechs von allen Schülern aus zwei dritten Klassen gelandet. Dahin musst du es erst mal geschafft haben. Aber wahr ist auch: Niemand tritt an, um am Ende nicht zu gewinnen. Alle sechs Vorlesekandidaten bekommen eine Urkunde. Alle sind Lesekönige. Demnächst vielleicht auch mal an die Königinnen denken. Zwei verschiedene Urkunden schaffen Geschlechtergerechtigkeit. „Eigentlich bist du ja eine Lesekönigin“, tröstet Sigrun Hintzen eine Königin.
Sie haben wieder mal toll gelesen in Nütterden. „Ihr habt alle sechs schon gewonnen. Wir als Jury bringen das nur noch mal in eine Reihenfolge“, erklärt Sigrun Hintzen. Trotzdem: Sorayas Tränen sind verständlich, aber: Wenn die Tränen getrocknet sind, bleibt die Urkunde. Soraya Stedronsky: Lesekönigin. Angetreten waren Ben, Soraya, Anouk, Katharina, Phil und Romy. Sie haben es der Jury richtig schwer gemacht. Am liebsten würde man ja lauter erste Plätze vergeben. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten. Alle gehen in ihren Texten auf, gehen darin spazieren – stehen weit über den Buchstaben.
Gleich am Anfang – es ist Zeit für die Jurorenbeichte – ist man einmal kurz abgeschweift. In einem Text taucht das Wort „verstunken“ auf. Ich denke an Kino und Rinderbraten. Zwei Stunden ‚Green Book‘ und das Rind auf dem Herd hatte sich in Kohle verwandelt – dazu Nebelschwaden im ganzen Haus. Alles stinkt nach Qualm. Was Wörter auslösen können: verstunken …  Genau so funktioniert Literatur – unabhängig von der Zielgruppe. Aus Texten werden Bilder. Kleiner Exkurs ins Kino: Auch Lesen kann Kino sein, wenn gute Vorleser am Werk sind. Die Lesekönige sind der Beweis.
Die schönsten Literaturverfilmungen sind immer noch die im eigenen Kopf. Was sagte Regisseur Peter Weir noch gleich? „Wenn du ein Buch verfilmst, musst du alle Wörter herausschütteln. Dann bleiben die Bilder übrig.“ So geht (Vor)Lesen.
Während des Vorlesens ertönt zweimal der Gong. Für die Vorleser der St. Georg Grundschule und ihr Publikum wird die Pause nach hinten verschoben. Anschließend geht es auf den Pausenhof.
Vorher natürlich: Posieren fürs Siegerbild. Bitte recht freundlich. Und dann das Plenum. „Alle in meine Richtung schauen, bitte.“ (Smile. Cheese.) Perfekte Stimmung. Super Leistungen. Ben hat das Rennen gemacht. Alle gönnen es ihm. Wörter kamen an – Bilder blieben zurück. Wie wohl die Oma aussieht, die das Internet kaputt gemacht hat? Oder der falsche Holmes? Die Vorleser waren Reiseführer. Ben, Soraya, Anouk, Katharina, Phil und Romy haben es toll gemacht. Man kann nur gratulieren. Und Sorayas Tränen soll Woody Allen kommentieren: Tragödie plus Zeit gleich Komödie. Wir sehen uns im nächsten Jahr. Andere Schüler – gleiche Begeisterung.

Jette gelangt per Anhalter zum Vorlese-Sieg

22 Feb, 2019

Jette gelangt per Anhalter zum Vorlese-Sieg

Nach zwei spannenden Stunden rauchten in der Jurysitzung die Köpfe, denn 13 Schülerinnen und Schüler aus dem Klever Nordkreis hatten bei der Jubiläumsausgabe des bundesweiten Vorlesewettbewerbs besten Eindruck hinterlassen. Bei knapper Punktewertung auf den vorderen Plätzen nahm schließlich  Jette Wundschock vom Klever Konrad-Adenauer-Gymnasium die Siegerurkunde für den 1. Platz entgegen.

Die Stuhlreihen im gastfreundlichen Klever Kolpinghaus füllten sich an diesem Vorlesenachmittag, denn die Kandidaten für den Lese-Contest hatten als Unterstützer Eltern, Geschwister und Lehrerinnen mitgebracht. Auf Einladung der Buchhandlung Hintzen begaben sich die Sechstklässler aus Emmerich, Goch, Kalkar, Kleve und Rees, allesamt Schulsieger der Vorrunde, mit 3-Minuten-Beiträgen aus selbst gewählten Büchern in den Wettbewerb.

„Ich bin Dieter Bohlen“ scherzte Ludger Kazmirczak bei der Vorstellung der Jury, in der neben ihm noch die Rundfunksprecherin Elisabeth Verhoeven, Autorin Yvonne Struck und Büchereileiter Jens Neumann saßen. Yvonne Struck brach mit einer kurzen Lesung aus ihrem neuen Jugendbuch das Eis, bevor die jungen Leseprofis am Pult Platz nahmen. Alina Rabschak, Erik Wirtz, Hannah Maier, Henry Mehring, Isabella Binder, Jette Wundschock, Lara Grewatsch, Lea Pauls, Leon Achterhoff, Marie Janßen, Nelli Krüger und Sofia Gertzen präsentierten dem Publikum Szenen aus Büchern von Andreas Steinhöfel, Sabine Ludwig, Antje Szillat, Marc-Uwe Kling und Morton Rhue, entwickelten Spaß und Spannung mit geschrumpften Lehrerinnen, durchgeknallten Familien, magischen Tieren, Gregs Tagebuchnotizen, Trojas Frauen und einer Oma, die das Internet abschaltet. In der zweiten Leserunde galt es, einen unbekannten Text aus Astrid Lindgrens Geschichte „Mio, mein Mio“ zu meistern. Nach Siegerin Jette mit einem Text aus Anna Ruhes Buch „Seeland. Per Anhalter zum Strudelschlund“ lasen sich schließlich Henry Mehring vom Collegium Augustinianum Gaesdonck auf den 2. und Nelli Krieger vom Kalkarer Jan Joest Gymnasium auf den 3. Platz. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Mit größter Aufmerksamkeit hatte das Publikum ihnen allen zugehört und war mit Vergnügen in ihre kurzen Geschichten eingetaucht. Jette muss für den Bezirksentscheid im Frühjahr nun eine weitere aussuchen und vorbereiten. Wir drücken die Daumen!

Zum Foto: Jette Wundschock, hier umringt von allen Teilnehmern und Juroren, gewann für den Klever Nordkreis den Vorlesewettbewerb

60. Vorlesewettbewerb: Regionalentscheid Kreis Kleve-Nord

4 Feb, 2019

60. Vorlesewettbewerb:  Regionalentscheid Kreis Kleve-Nord

„Von Rico, Oscar, Greg, Frau Spinat und den Frauen von Troja“

Der Vorlesewettbewerb in diesem Schuljahr geht weiter! Ein Dutzend Schulsieger aus dem Nordkreis Kleve treten zur nächsten Vorleserunde, dem Regionalentscheid, an. Zu diesem lädt unsere Buchhandlung am Dienstag, den 12. Februar, 16 Uhr, in das Klever Kolpinghaus ein.

Die jungen Lesetalente stammen aus den 6. Klassen der Real-, Gesamtschulen und Gymnasien von Goch, Rees, Kalkar, Emmerich und Kleve. Sie sind alle schon Sieger, denn sie haben ihre Vorlesekunst bereits Ende des Vorjahres in ihren Klassen und Schulen unter Beweis gestellt.

Nun treten sie mit einem neuen, selbst ausgewählten Text erneut an und müssen sich auch mit dem Lesen eines fremden Textes beweisen. Die jungen Lese-Profis haben sich Textstellen u.a. aus Jugendbüchern von Andreas Steinhöfel, Sabine Ludwig, Morthon Rhue, Marc-Uwe Kling und Jeff Kinney ausgesucht, sie lesen von Freundschaft, Anhaltern, einer Oma, die das Internet abstellt, magischen Tieren und einer durchgeknallten Familie.

Die kompetent besetzte Wettbewerbs-Jury besteht aus

o Yvonne Struck (Jugendbuchautorin, sie wird den Lese-Reigen eröffnen),

o Elisabeth Verhoeven (Rundfunksprecherin WDR, SWR),

o Ludger Kazmierczak (WDR-Korrespondent, Moderator, Kabarettist)

o Jens Neumann (Leiter der Stadtbücherei Kleve)

Alle Vorleser erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis. Wer als Sieger/in aus diesem spannenden Lesewettstreit hervorgeht, nimmt im Frühjahr an der nächsten Runde, dem Bezirksentscheid, teil.

Der traditionsreiche Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels unter Schirrmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Er lenkt öffentliche Aufmerksamkeit auf das Kulturgut Buch und die Bedeutung von Lesekompetenz. Jährlich nehmen bundesweit rund 600.000 Kinder an dem Wettbewerb teil. Etappen führen über Bezirks- und Länderebene bis hin zum Bundesentscheid im Sommer. Die über 600 Regionalwettbewerbe werden jeweils von örtlichen Buchhandlungen und Bibliotheken organisiert.

Der Vorlesewettbewerb in Kleve ist öffentlich, Publikum willkommen und der Eintritt frei! Informationen auch unter www.vorlesewettbewerb.de.


Wir suchen den Lesekönig 2018/19

12 Dez, 2018

Wir suchen den Lesekönig 2018/19

Nein, das sind noch nicht die heiligen drei Könige!
Ludger Braam von der Sparkasse Rhein Maas, Verena Schade von den Niederrhein Nachrichten (NN) und Sigrun Hintzen testen nur schon einmal die Kronen für die nächsten Lesekönige, die wir 2019 wieder finden und auszeichnen wollen.

Das Projekt zur Leseförderung an den Grundschulen in Bedburg-Hau, Uedem, Kranenburg, Nütterden und Kalkar (Wissel und Apeldorn) geht in die nächste Runde.
Die Sparkasse Rhein-Maas sponsort die Bücher und setzt Preisgelder für die Schulen aus, die Niederrhein-Nachrichten berichten über alle Stufen des Projektes, wir Buchhändler sorgen für die passende Buchauswahl, betreuen neben Sparkasse und NN als Jury-Mitglied die Vorlesewettbewerbe im nächsten Jahr und liefern die Quizfragen für die Rätselrunden.

Der Lesestoff wird jetzt an die dritten Klassen in den teilnehmenden Grundschulen verteilt, damit der Lesenachwuchs in den Weihnachtsferien mit Büchern versorgt ist!

NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Vorlesewettbewerbe gestartet!

6 Dez, 2018

Vorlesewettbewerbe gestartet!

Der bundesweite Vorlesewettbewerb geht derzeit in seine 60. Runde!
Sigrun Hintzen war letzte Woche neben Schulleitung, Elternvertreter und den Gewinnern vom letzte Jahr Jurorin beim Schulentscheid an der Gesamtschule Am Forstgarten.
Hier waren aus den 6. Klassen tolle Leser mit u.a. Passagen aus „Greg’s Tagebuch“ und „Lottaleben“ am Start, und die Wertung für die ersten drei Plätze sehr, sehr knapp!

„Erich Kästner und der 35. Mai“ – unser Thema zum Welttag des Buches 2018

22 Mai, 2018

„Erich Kästner und der 35. Mai“ – unser Thema zum Welttag des Buches 2018

Über 800 Schüler der 4. und 5. Klasse besuchen uns in diesem Jahr zum WELTTAG DES BUCHES ! Sie erhalten alle bei ihrem Besuch das Buch Welttag-Geschenkbuch „Ich schenk Dir eine Geschichte“ –  aber zuvor gibt es eine lehrreiche und auch höchst vergnügliche Stunde zum Kinderbuchautor Erich Kästner und ein Quiz dazu.

Buchhändler Eckard Erdmann macht die zwei Dutzend Schulklassen mit diesem Schriftsteller bekannt, die Schüler*innen lernen unter anderem, was der Äquator ist und eine Litfassäule und erfahren, was es mit dem 35. Mai auf sich hat….und die Lehrer*innen haben einmal Pause 🙂 !

Lesekönige 2018 wurden erfolgreich gefunden!

22 Mai, 2018

Lesekönige 2018 wurden erfolgreich gefunden!

„Lesen ist top“, sangen Schüler bei der Abschlussveranstaltung des Lesekönigs. Zum mittlerweile dritten Mal führte die Niederrhein Nachrichten gemeinsam mit der Sparkasse Rhein-Maas und unserer Buchhandlung das Projekt „Wir suchen den Lesekönig“ zur Leseförderung durch, und alle Beteiligten an den Grundschulen in Kranenburg, Nütterden, Kalkar, Wissel, Appeldorn, Uedem und Bedburg Hau konnten zum wiederholten Male sehen, mit wie viel Freude und Engagement die Drittklässler dabei sind. Viele von ihnen haben alle fünf zur Auswahl gestellten Bücher gelesen. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern entwickelten sie Lieder, Raps oder Rollenspiele, die sie bei der Abschlussveranstaltung in der Sparkasse Rhein-Maas den Eltern und den Leseförderern vorstellten. Ein Teil der Kreativbeiträge ist noch für einige Zeit bei uns im Laden ausgestellt.

Der Großteil der von der Sparkasse gesponserten ca. 485 Bücher – im Projekt erhält jede Klasse pro Schüler ein Buch – verbleibt zum Immerwiederlesen in den Schulen, von jedem Titel gehen davon Exemplare in die örtlichen (Pfarr-)Büchereien, damit auch Kinder außerhalb der Schulen Zugriff auf den Lesestoff haben.

Und dies waren die von uns zusammen mit den Schülern gewählten Titel der Lesewettbewerbe in diesem Jahr:

□ Gill Lewis: „Die Schule für kleine Hunde – Polly und der Wurstdieb“

□ Ulrike Rylance:“Penny Pepper. Auf Klassenfahrt“

□ Antje Szillat: „Flätscher. Krawall im Kanal“

□ Christian Tielmann:“Der Tag, an dem wir Papa umprogrammierten“

□ Alan MacDonald: „Rocco Randale. Fußballspiel mit Matschparade“

Alle Bücher sind geeignet für das zweite Lesealter (ab 8 Jahre) – und von uns und den vielen Kindern, die sie gelesen haben, bestens zu empfehlen!

Foto: Die zehn Leseköniginnen und -könige präsentieren sich bei der Abschlussfeier in der Sparkasse Rhein-Maas.(Foto: Rüdiger Dehnen, Niederrhein Nachrichten)

Alle bunten Lesetüten mit Erstlesebüchern verteilt!

21 Okt, 2017

Alle bunten Lesetüten mit Erstlesebüchern verteilt!

Geschafft! Auch in diesem Jahr haben wir rund 650 Lesetüten an alle Schulstarter in Kleve, Bedburg Hau und Kranenburg verteilt. Den Abschluss bildete jetzt die Übergabe an der Karl-Leisner-Schule (Foto).

Die „Lesetüte“ möchte bereits bei Schulanfängern die Lust am Lesen wecken und Eltern auf die Bedeutung des Lesens und Vorlesens aufmerksam machen. Bei dieser Aktion begrüßen die älteren Schüler die Erstklässler mit selbstbemalten und bunt gestalteten Tüten zum Start ins Schulleben. Die Tüten enthalten ein altersgerechtes Erstlesebuch des Arena oder Oetinger Verlags sowie einen Stundenplan.

Wir Buchhändler haben dabei eine Vermittlungsfunktion: wir stellen den Kontakt zu den Schulen her, bestellen die Blanko-Tüten und koordinieren zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern die Bemalung, Befülltung und Verteilung. In diesem Jahr hat der Buchhandel bundesweit rund 100.000 Kinder mit einem eigenen Buch versorgt (in diesem Jahr „Drei Freunde und ein Baumhaus“ von Christina Koenig und Maja Wagner, Arena Verlag). Wir freuen uns in jedem Jahr, Teil dieser netten Leseförderung zu sein. Unsere Lesetüten gingen an diese Schulen:

o Grundschule An den Linden
o Johanna Sebus Grundschule
o Karl Leisner Grundschule
o Grundschule St. Marien
o St. Michael Grundschule Reichswalde
o Montessori Schule Kleve
o Grundschule St. Willibrord
o Christophorus Grundschule Kranenburg
o St. Georg Grundschule Nütterden
o St. Markus Grundschule Bedburg-Hau
o St. Antonius Grundschule Hau
o Dietrich Bonhoeffer Schule

Die Lesetüte ist eine Aktion der Kinderbuchverlage Arena und Oetinger.
Unsere Kooperationspartner vor Ort sind die Stadtbücherei Kleve und die Kreismusikschule Kleve.

Autor Joachim Friedrich liest für die Grundschüler „An den Linden“

25 Apr, 2017

Autor Joachim Friedrich liest für die Grundschüler „An den Linden“

Unsere Buchhandlung wurde ausgelost für die Lesung eines Kinder- und Jugendbuchautors zum „Welttag des Buches“. Zur Lesung mit Joachim Friedrich, vielen bekannt als Verfasser der beliebten „4 1/2-Freunde“-Bücher, am 4. Mai um 10 Uhr in der Stadthalle sind alle Dritt- und Viertklässler der Grundschule An den Linden eingeladen.
Joachim Friedrich liest aus seinem brandneuen Buch, einem tierischen Detektiv-Roman:

„Lukas und das Geheimnis der sprechenden Tiere“
Verlag orell füssli, 144 Seiten, 12.95 €

Lukas kann mit Tieren kommunizieren, wenn er auf »Tierfunk« umschaltet. So versteht er genau, was seine hypochondrische Katze plagt oder was Maries ängstliche Dogge denkt.
Auch wenn die Erwachsenen das nicht ganz glauben: Seine Schwäche ist seine Stärke. Denn als in der Tierarzt-Praxis seiner Mutter eine verwahrloste Katze eingeliefert wird, sind ganz besondere Begabungen gefragt, um einem fiesen Katzenzüchter das Handwerk zu legen. Zusammen mit Marie und den beiden tierisch schrägen Begleitern lösen sie den aufregenden Fall.
Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, mit vielen witzigen Dialogen aus der Feder des bekannten Kinderbuchautors Joachim Friedrich und dem originellen Illustrationsstil von Astrid Henn. (orell füssli)

In Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
Wir danken dem Kinderbuch-Verlag orell füssli für die freundlichen Unterstützung!

Zeigefingerkino oder: Lola liest – Lesekönigsuche in Kranenburg!

4 Mrz, 2017

Zeigefingerkino oder: Lola liest – Lesekönigsuche in Kranenburg!

Zum Lesekönig-Vorlesewettbewerb an der Christophorus-Grundschule in Kranenburg schreibt Heiner Frost (Niederrhein Nachrichten):

Zeigefingerkino oder : Lola liest

KRANENBURG. Lola rennt? Heute nicht. Heute wird gelesen. Auch Lola liest. Es geht um die Ehre. Die Urkunden warten. Die Aufgabenstellung: Werde Lesekönig. Sechs Bewerber treten an. Die Formel: Sechs aus 52.
52 Schüler bevölkern die Klassen 3a und 3b der Christophorus Grundschule in Kranenburg. Jetzt sitzen alle gespannt da und warten, wie die „Kollegen“ es wohl machen werden.
Manche sind schnell unterwegs. Andere leise. Manche lesen sozusagen freihändig, andere nutzen die Weisungskraft ihrer Zeigefinger und lassen sie – die Finger – den Text abgrasen, während weiter oben die Zeichen der Bücher zu Lauten werden. Zeigefingerkino.
Bevor es losgeht, wird noch mal kurz rekapituliert, wie gutes Vorlesen geht: Auf die Betonungen achten und zwischendurch auch mal das Publikum ansehen – Kontakt halten. Das ist die Theorie. Nicht alle Kandidaten können die Idee ins Praktische retten, aber: Das ist hier ist die nervengesteuerte Wirklichkeit, und als Juror kann man nur froh sein, dass man eine stumme Rolle zu bedienen hat.
Dann geht‘s los. Alle Kandidaten sagen noch mal kurz, wie sie heißen. Da stellt sich dann auch heraus, dass der Maxi die Maxi ist. Die Bewerber machen Altersangaben und erklären kurz mal, um was geht in ihrem Buch. Synopsis. Und wenn man spät dran ist, hat man‘s praktisch. „Ich lese aus … aber das hatten Sie ja schon gehört.“ Jetzt aber wirklich: Wir hatten‘s ja schon besprochen: Stützfingerleser und solche ohne Netz und doppelten Boden. Manche schaffen zwischendrin den Blick zum Publikum, andere tauchen ab und sind erst nach dem letzten Wort wieder anwesend. Verbeugung, Applaus – und ab. Die Jury lobt. Natürlich.
Nach den ersten drei Lesern darf das angespannte Publikum sich entladen: Und die Hände zum Himmel … bisschen Gymnastik halt. Und jetzt bitte wieder Andacht und Obacht. Nach sechs Kandidaten dürfen die Schüler „mal kurz auf den Hof“. Die Jury braucht ein paar Minuten.
Additionen der Punkte für Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis. Alle drei sind von 1 bis 5 zu messen. Also: Niedrigste Punktzahl: 3. Maximum: 15. Keiner der Kandidaten bekommt weniger als 9 Punkte. Nach der Addition stehen eindeutig ein erster und zweiter Platz fest. Beim dritten Rang gibt es eine Punktgleichheit. Na bitte. Also einfach vier Urkunden ausschreiben.
And the winners are: Jesper van der Zweep, und Lola Kirchmeier auf Rang drei. Na bitte: Lola liest. Zweiter Platz für die Maxi, Maxi Siebert. Und wer wird Lesekönig? Jurorin Stephanie Ingensand macht es einfach mal spannend und holt Tips vom Publikum ein. Drei Antworten – drei Namen. „Aber der Sieger war schon dabei.“
Jetzt aber genug Spannung gemacht. Aufs nicht vorhandene Treppchen kommt Kilian van Leeuwen. Herzlichen Glückwunsch. Zum Siegerfoto bitte noch mal auf den Lesestuhl. Die Konkurrenz als stehender Hintergrund. Wir sehen uns im nächsten Jahr. Vielleicht liest dann mal jemand aus einem niederländischen Buch vor. Idee notiert. Das könnte doch wirklich was sein. Und Tschüss. Nö: Da ist noch ein Finger in der Luft. „Kommt denn der Gewinner auch in die Zeitung.“ Klar doch. Aber sowas von …

Text und Foto:Heiner Frost, NN