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Rachel Elliott „Bären füttern verboten“

Gepostet von am 4 Nov, 2020 in Tipps | Keine Kommentare

Rachel Elliott „Bären füttern verboten“

„Rachel Elliotts Menschenkenntnis ist unglaublich. Ihr Witz, doch vor allem ihr Blick für Zwischenmenschliches werden die Leser in ihren Bann ziehen.“ ( The Irish Times)

Als die Protagonistin dieses Romans nach 30 Jahren an den Strand von St. Ives zurückkehrt, den Ort, den sie seit ihrer Kindheit am meisten fürchtet, begegnet sie einer Reihe skurriler Menschen, deren Leben um keinen Deut weniger chaotisch ist als ihres. Doch sind es nicht gerade die Macken, die uns liebenswert machen, und die Umwege, die uns ans Ziel bringen?

Zum Inhalt:

„Sydney Smith ist Freerunnerin, doch an einen Ort wollen ihre Füße sie einfach nicht mehr tragen: nach St. Ives an der Küste Südenglands. Als sie an ihrem 47. Geburtstag endlich den Aufbruch dorthin wagt, wird sie nicht nur mit dem schmerzhaftesten Moment aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit einer Reihe skurriler Menschen: Zahntechnikerin Maria backt Muffins mit heilenden Kräften, Buchhändler Dexter ist mit der Liebe durch und trägt manchmal gerne Kleider, und Belle wohnt mit Ende zwanzig noch immer bei ihren Eltern, trägt »Ich ♥ Otter«-T-Shirts, und führt das Hängebauchschwein der Nachbarn aus. Sie alle eint die Frage, wer eigentlich bestimmt, wann unser Leben einen Sinn hat, und ihre Schicksale verweben sich zu einer tröstlichen Geschichte: über Hilfe, die man nur von anderen bekommt, und darüber, wie man weitermachen kann, wenn die eigene Welt sich nicht mehr dreht.“ (mare Verlag)

Rachel Elliott, 1972 in Suffolk geboren, ist Schriftstellerin und Psychotherapeutin und war mit ihrem Debütroman Flüstern mit Megafon für den Women’s Prize for Fiction nominiert. Heute lebt sie in Bath.

Rachel Elliott, „Bären füttern verboten“, 336 Seiten, mare Verlag, 22 €

Charles Lewinsky „Der Halbbart“

Gepostet von am 4 Nov, 2020 in Tipps | Keine Kommentare

Charles Lewinsky „Der Halbbart“

Ein Roman voller Schalk und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird:

Zum Inhalt:

„Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.
Es ist ein sonderbarer Fremder, der sich eines Tages am Rand des Dorfs einen Unterstand baut. Er hat nur ein halbes Gesicht, die Leute nennen ihn Halbbart. Er muss viel erlebt haben, doch was genau, erzählt er nicht – auch nicht dem jungen Sebi, der doch alles von ihm lernen und wissen möchte.
Der Sebi ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Alle im Dorf glauben, dass er mal ins Kloster geht – nach Einsiedeln, zu den Mönchen, die man im Dorf nicht mehr mag, seit sie willkürlich die Grenze verschieben und die Bauern zur Waldarbeit abkommandieren.
Mit seiner hellen, arglosen Bubenstimme erzählt der Sebi von seinen Erlebnissen in den aufregenden Jahren des frühen 14. Jahrhunderts. Und das Erzählen hilft ihm beim Verstehen.“ (Diogenes Verlag)

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger. Sein jüngster Roman ›Der Halbbart‹ stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.

Charles Lewinsky, „Der Halbbart“, diogenes Verlag, 688 Seiten, 26 €

Hans Christoph Buch „Boat People. Literatur als Geisterschiff“

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Hans Christoph Buch „Boat People. Literatur als Geisterschiff“

Der Berliner Schriftsteller Hans Christoph Buch hat sich zu seinem 70. Geburtstag (13. April 2014) diesen Essay geschenkt:

Eine virtuelle Poetikvorlesung und zugleich ein wenig bekanntes Kapitel der Literaturgeschichte. Von Sindbad und Wilhelm Hauff über Heinrich Heine und Richard Wagner bis zu Franz Kafka und Thomas Mann reicht das Seemannsgarn, das der Autor spinnt. Und weiter von B. Traven über H. M. Enzensberger und Peter Weiss zu Günter Grass: Der Beweis dafür, dass Boat People nicht nur im englischen Sprachraum vorkommen – wie bei Poe, Melville und Joseph Conrad –, sondern dass es auch in der deutschen Literatur eine Flotte steuerlos herumirrender Geister- und Totenschiffe gibt: Eine Tradition, die H.C. Buch, selbst ein großer Reisender vor dem Herrn, aus nachvollziehbaren Gründen fasziniert. (Quelle: Frankfurter Verlagsanstalt)

Hans Christoph Buch „Boat People. Literatur als Geisterschiff“, Frankfurter Verlagsanstalt, 17,90 €

Hans Christoph Buch „Stillleben mit Totenkopf“

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Hans Christoph Buch „Stillleben mit Totenkopf“

Hans Christoph Buch ist in vielerlei Hinsicht ein Exot in der Literaturszene, die er als Schriftsteller, Essayist und Reporter seit Jahrzehnten mitprägt:

In seinem autobiographischen Roman beschreibt H. C . Buch Stationen seines an Ereignissen reichen Lebens: Seine früheste Kindheitserinnerung führt ihn nach Wetzlar, wo im März 1945 ein abgeschossener US-Bomber mit schwarzer Rauchfahne über der Stadt abstürzt. Ein Jahrzehnt später entgeht er knapp einer Katastrophe, als über Bonn-Kessenich zwei britische Kampfjets kollidieren und eine Tragfläche unweit von Buchs Elternhaus einschlägt.

Dabei ist Stillleben mit Totenkopf viel mehr als nur die Fortschreibung und Vollendung seiner autobiographischen Trilogie. Der Autor setzt unter veränderten Vorgaben fort, was er mit den Romanen „Baron Samstag“ und „Elf Arten, das Eis zu brechen“ begann, und führt zusammen, was zusammengehört: Reisen in Kriegs- und Krisengebiete, Kindheits- und Jugenderlebnisse sowie – ein Novum in Buchs Werk – Erinnerungen an den Literaturbetrieb. Begegnungen mit Herbert Marcuse, Heiner Müller und Susan Sontag wechseln ab mit Streifzügen durch Indianerreservate, Reisen nach Haiti und ins Herz der Finsternis, die zentralafrikanische Republik, wo Buch im August 2017 Kindersoldaten und vergewaltigte Frauen trifft. All das und noch viel mehr wird zusammengehalten durch seine widersprüchliche Persönlichkeit, deren schillernde Facetten der Text sichtbar macht.“ (Quelle: Frankfurter Verlagsanstalt)

Hans Christoph Buch: „Stilleben mit Totenkopf“, Frankfurter Verlagsanstalt, 20 €

Stephen Crane „Die rote Tapferkeitsmedaille“

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Stephen Crane „Die rote Tapferkeitsmedaille“

Der Schriftsteller Stephen Crane schrieb dieses Buch mit 22 Jahren. Es ist ein grandioses Meisterwerk, das die Empfindungen, Sorgen und Nöte des einfachen Soldaten im amerikanischen Bürgerkrieg auslotet, Jahre bevor die Psychoanalyse Einzug in die Wissenschaften hielt. Verfasst von einem jungen Collegeabbrecher, der keine Ahnung vom Soldatenleben hatte und erst 1871, sechs Jahre nach dem Ende des Bürger­kriegs, geboren worden war. Cranes Stil und Dramaturgie lassen den Leser unmittelbar am Geschehen teilhaben. Für Ernest Hamingway war eines „eines der besten Bücher unseres Jahrhunderts„.

Als „Die rote Tapferkeitsmedaille“ 1895 erschien,­ ­entwickelte sich der Roman rasch zu einem Bestseller und veränderte die Sicht auf den modernen Krieg radikal. Dieser ­Perspektive schlossen sich viele Autoren an, bis hin zu Erich Maria ­Remarque in seinem Roman „Im Westen nichts Neues“.
Der Band enthält ergänzend die Erzählung „Der Veteran“, in der Henry Fleming, der junge Soldat aus dem Roman, als alter Mann auftaucht. Abgeschlossen wird diese Ausgabe durch ein Nachwort von Thomas Schneider und einem Crane-Portrait von Rüdiger Barth.

Dieser Klassiker ist endlich wieder lieferbar – in einer neuen, frischen Übersetzung.

Stephen Crane wurde 1871 in Newark geboren. Als Journalist und Kriegsberichterstatter erlebte er zwei Kriege in Griechenland und Kuba. Er schuf in seinem kurzen Leben ein enormes Werk: Lyrik, Erzählungen und Romane. 1889 siedelte Crane nach England über und freundete sich mit Joseph Conrad, H.G. Wells und Henry James an. Anfang Juni 1900 starb Stephen Crane mit nur 28 Jahren in Badenweiler an den Folgen einer Tuberkuloseerkrankung.

Stephen Crane, Die rote Tapferkeitsmedaille, Pendragon Verlag, Neuübersetzung, 24 €

Andreas Kollender „Mr. Crane“

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Andreas Kollender „Mr. Crane“

Im Sommer 1900 wird der Schriftsteller Stephen Crane im Tuberkulose-Sanatorium Badenweiler von der jungen Kranken­schwester Elisabeth gepflegt. Sie kennt seine ­Bücher, seit Langem fühlt sie sich ihm seelenverwandt. In den heißen ­Tagen im Sanatorium entwickelt sich zwischen den beiden Außenseitern eine obsessive Liebesbeziehung, die sie vor ­allen geheim halten müssen.
Crane, von Fieber und Delirien befallen, erzählt Elisabeth von seinem Schreiben, seinen Liebschaften und seinen Erlebnissen als Kriegsberichterstatter. Mitgerissen und ermuntert durch Cranes Erzählungen wagt Elisabeth endlich, ihm das ­große Geheimnis ihres Lebens zu offenbaren.

Für spannende historische Figuren hat Andreas Kollender ein Faible. Es sind ­schil­lernde Persönlichkeiten, die er ­wieder zum Leben erweckt. Bisher hat er Fritz ­Kolbe („Kolbe”), Ludwig Meyer („Von allen guten Geistern”) und Carl Schurz („­Libertys ­Lächeln”) gewürdigt.


In ­seinem neuen Werk widmet er sich dem ­legendären Stephen Crane, der als der James Dean der amerikanischen Literatur gilt. Crane war Reporter, Kriegsberichterstatter, Abenteurer und ein großartiger Schriftsteller. Mit 22 Jahren schrieb er den Roman „Die rote Tapferkeitsmedaille“ (siehe weiteren LiteraturTipp: http://www.hintzen-buch.de/stephen-crane-die-rote-tapferkeitsmedaille/ ), der ihn auf einen Schlag weltberühmt machte. Für ­Ernest Hemingway war es „eines der besten ­Bücher unserer ­Literatur“.

Quelle: Pendragon Verlag

Zum Autor:

Andreas Kollender wurde in Duisburg geboren, studierte in Düsseldorf Germanistik und Philosophie und arbeitete nebenbei auf dem Bau, im Einzelhandel und in einer Szenekneipe. Seit 1995 lebt er als freier Autor in Hamburg und leitet Kurse für literarisches Schreiben. Dazwischen immer wieder Reisen nach Nord­afrika, Asien, Mittelamerika und Europa, die sich eindrücklich in seinen Romanen widerspiegeln.
2015 erschien bei Pendragon der Roman »Kolbe«, der 2017 als Übersetzung in den USA veröffentlicht wurde.

Andreas Kollender „Mr. Crane“, Pendragon Verlag, 256 Seiten, 24 €

Dave Eggers „Parade“

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Dave Eggers „Parade“

Ein Kammerspiel zweier Arbeiter, die in einem von Bürgerkrieg geplagtem Land eine Straße vom reichen Norden zum armen Süden bauen…sie stoßen mit ihrem Vorhaben an unerwartete Grenzen…eine Angst wächst mit jeder Seite und jeder gebauten Meile der Straße….die uns in das Herz aus Dunkelheit führt. … und noch lange nachklingt.

Mit seinem neuen Roman wirft Dave Eggers die Frage auf, ob der Westen in der Lage ist, die komplizierten Verstrickungen eines Entwicklungslands, das sich jahrelang im Bürgerkrieg befand, zu begreifen. Eine kluge, hochaktuelle Parabel:

„Zwei Straßenbauer werden von einer internationalen Baugesellschaft in ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land geschickt, um den armen Süden mit dem reichen Norden zu verbinden. Der Präsident des Staates will den noch jungen, fragilen Frieden mit einer Militärparade auf der neuen Straße feiern. Einer der beiden Männer möchte so schnell und korrekt wie möglich seine Arbeit verrichten, um bald wieder nach Hause zu können; der andere ist abenteuerlustig und nimmt voller Freude und Neugier alles mit, was ihm die neue Kultur, die fremden Menschen und das exotisch riechende Essen zu bieten haben. Meter für Meter kämpfen sie sich mithilfe einer hypermodernen Asphaltiermaschine voran. Die Straße wird länger, die Konflikte zwischen den beiden werden härter und nehmen eine dramatische Wendung, als einer der Männer lebensbedrohlich erkrankt. Beide kommen auf dieser Reise an ihre Grenzen – und müssen sich fragen, inwiefern sie der Bevölkerung wirklich helfen, wenn sie ihren Auftrag erfüllen. Tut man automatisch Gutes, wenn man Gutes tun will? In »Die Parade« zeigt sich erneut Dave Eggers’ besondere Begabung, soziale und politische Fragen mit den Mitteln der Literatur zu untersuchen – eine fesselnde Lektüre, die nachdenklich stimmt.

Zum Autor:

Dave Eggers, geboren 1970, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren. Sein Werk wurde mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet. Sein Roman »Der Circle« war weltweit ein Bestseller. Der Roman »Ein Hologramm für den König« war nominiert für den National Book Award, für »Zeitoun« wurde ihm u.a. der American Book Award und der Albatros-Preis der Günter-Grass-Stiftung verliehen. Eggers ist Gründer und Herausgeber von McSweeney’s, einem unabhängigen Verlag mit Sitz in San Francisco. Eggers stammt aus Chicago und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Nordkalifornien.

Dave Eggers, Die Parade, Verlag Kiepenheuer & Witsch, 192 Seiten, 20 €

Yoko Ogawa „Insel der verlorenen Erinnerung“

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Yoko Ogawa „Insel der verlorenen Erinnerung“

Shortlist National Book Award 2019
Shortlist International Booker Prize 2020

Yoko Ogawas internationaler Bestseller erstmals in deutscher Übersetzung. »Insel der verlorenen Erinnerung« ist eine faszinierende Parabel über den Verlust von Freiheit und die Bedeutung der eigenen Vergangenheit. Selten werden die drängenden Fragen unserer Zeit so poetisch verhandelt wie hier.

Auf einer Insel, nicht weit vom Festland entfernt, prägen sonderbare Ereignisse das Leben. In regelmäßigen Abständen verschwinden Dinge, und zwar für immer. Zunächst sind es Hüte, dann alle Vögel, später die Fähre. Bald gibt es keine Haarbänder mehr und keine Rosen … Die Bewohner haben sich damit abgefunden, dass auch ihre Erinnerung immer weiter verblasst. Nur einige wenige können nichts vergessen. Deshalb werden sie von der Erinnerungspolizei verfolgt, die dafür Sorge trägt, dass alle verschwundenen Dinge auch verschwunden bleiben, nicht nur im alltäglichen Leben, sondern auch in den Köpfen der Menschen.


Als eine junge Schriftstellerin herausfindet, dass ihr Verleger Gefahr läuft, von der Erinnerungspolizei festgenommen zu werden, beschließt sie, ihm zu helfen – auch wenn sie damit ihr Leben riskiert. Sie richtet im Untergeschoss ihres Hauses ein Versteck für ihn ein. Doch die Razzien der Polizei werden ständig ausgeweitet, und immer häufiger verschwinden Dinge. Die beiden hoffen auf die Fertigstellung ihres neuen Romans als letzte Möglichkeit, die Vergangenheit zu bewahren.

Der neue Roman der japanischen Autorin von Weltrang ist eine faszinierende Parabel über den Verlust von Freiheit und die Bedeutung der eigenen Vergangenheit. (Liebeskind Verlag)

Zur Autorin:

Yoko Ogawa gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen ihrer Generation. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Akutagawa-Preis und dem Tanizaki-Jun’ichiro-Preis. Für ihren Roman »Das Geheimnis der Eulerschen Formel« erhielt sie den begehrten Yomiuri-Preis. Mit der englischsprachigen Ausgabe des Romans »Insel der verlorenen Erinnerung« wurde Yoko Ogawa für den National Book Award und den International Booker Prize nominiert. Sie lebt mit ihrer Familie in der Provinz Hyogo.

Yoko Ogawa, „Insel der verlorenen Erinnerung“, Liebeskind Verlag, 24 €

Thomas Mullen „Die Stadt am Ende der Welt“

Gepostet von am 4 Nov, 2020 in Tipps | Keine Kommentare

Thomas Mullen „Die Stadt am Ende der Welt“

..Wo liegt die Grenze zwischen Selbstschutz und Willkür?… Corona- Roman? Nein… Spielt 1918 in einer Holzfällerstadt in Washington/USA. Die Spanische Grippe wütet allerorten – „düster und unheimlich wie Camus‘ Pest“ (The New York Times). Aus aktuellem Anlass wieder neu aufgelegt!

Zum Inhalt:

„Wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu schützen? Tief in den Wäldern des Staates Washington liegt die Holzfällerstadt Commonwealth. Charles Worthy hat sich mit der Gründung der Stadt und ihren gesellschaftlichen Idealen fernab von Ausbeutung und Unterdrückung einen Lebenstraum erfüllt. Doch sein Traum ist in Gefahr: Gerade als sich der Erste Weltkrieg seinem Ende zuneigt, bricht die todbringende Spanische Grippe aus. Die Bewohner von Commonwealth sind entschlossen, sich mit strenger Quarantäne zu schützen. Zügig werden Grenzposten gesetzt, Warnschilder ausgehängt und an der einzigen Zugangsstraße bewaffnete Wachen aufgestellt. Als Philip Worthy, der Adoptivsohn des Stadtgründers, mitansehen muss, wie ein halb verhungerter Soldat erschossen wird, um ihn am Betreten der Stadt zu hindern, ist er tief erschüttert. Wenig später vor die gleiche Situation gestellt, trifft er eine andere Entscheidung – und neben der Angst vor der Außenwelt wächst bald schon die Furcht vor dem Feind im Innern.
Thomas Mullen erzählt in seinem hellsichtigen und mitreißenden Roman von Moral in Zeiten der Krise, von einer Gesellschaft, der die Solidarität abhanden zu kommen droht, aber auch von Hilfsbereitschaft, Hoffnung und Mitgefühl.“ (Dumont Verlag)

Zum Autor:

Thomas Mullen wurde 1974 in Rhode Island geboren. 2006 erschien sein Debütroman ›Die Stadt am Ende der Welt‹, der von der Zeitschrift USA Today als »Bester Debütroman des Jahres« und von der Zeitung Chicago Tribune als eines ihrer »Books of the Year« benannt wurde. Bei DuMont erscheint außerdem seine von Publikum und Presse gefeierte ›Darktown‹-Trilogie, die nach ›Darktown‹ (2018) und ›Weißes Feuer‹ (2019) mit ›Lange Nacht‹ (2020) ihren Abschluss findet. Thomas Mullen lebt mit seiner Familie in Atlanta.

Thomas Mullen „Die Stadt am Ende der Welt“, Dumont Verlag, 18 €

Anthologie „FRAUEN / LYRIK“, hrsg. von Anna Bers

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Anthologie „FRAUEN / LYRIK“, hrsg. von Anna Bers

„Über 500 Gedichte aus 10 Jahrhunderten aus 4 Perspektiven….eine Anthologie, die den Blick auf Lyrik von, über und unter Frauen verändert… eine wunderbare Sammlung , schön ausgestattet , mit kleinen Biographien, Register und interessanten Kommentaren.“ (Eckard Erdmann)

Über 500 Gedichte von Autorinnen aus zehn Jahrhunderten – diese Anthologie eröffnet einen neuen Blick auf Lyrik von, über und unter Frauen. In Auswahl und Aufbau einzigartig nimmt diese Sammlung vier verschiedene Perspektiven ein: Die erste Perspektive bietet Gedichte, die bereits Teil der unterschiedlichsten Kanonbildungen in der Vergangenheit sind; die zweite nimmt literaturgeschichtlich beispielhafte Gedichte in den Blick. Eine dritte Gruppe versammelt Gedichte mit besonderer emanzipatorischer Stärke; eine vierte widmet sich Gedichten von Autorinnen aller Geschlechter, die textuell die Sicht einer Frau einnehmen. In dieser multiperspektivischen Betrachtung ergeben sich Überschneidungen, aber auch spannende Widersprüche und überraschende Gemeinsamkeiten. (Reclam Verlag)

Die Herausgeberin:
Anna Bers, geb. 1985, ist Literaturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Deutsche Philologie an der Universität Göttingen. Sie wurde 2017 mit einer Arbeit zur Lyrik Goethes promoviert und arbeitet zu Lyrik-Performance, Gedichten der Gegenwart, aber auch zu deutschsprachiger Literatur des Baltikums und Loriot.

Anna Bers (Hg.): Frauen I Lyrik, geb. mit Prägung, Fadenheftung, zwei Lesebändchen. Format 16 x 24 cm, 879 S., Reclam Verlag, 28,– €