Nirwana
Tommy Wieringa
Hanser Verlag, 28 €
„Bis zum buddhistischen Nirwana schickt der niederländische Schriftsteller seine Leser durch ein 500-Seiten-Epos, in dem die Familiensaga der Ademas als Plaupause für die Wunden der Gegenwart dient. Vom Großvater Willem, steinreicher Offshore-Unternehmer mit Nazivergangenheit, bis zu den Enkel-Zwillingen Willem und Hugo Adema, der eine Groß-Kapitalist mit Rechtsruck, der andere erfolgreicher Künstler mit Liebeskummer und auf der Suche nach Relevanz seiner Kunst.
Wieringa zieht gekonnt die Strippen in diesem Familientableau mit Erbschuld, Wirtschaftswachstum und aufzudeckenden Geheimnissen, verpackt historische Themen und aktuelle Fragen von 20. und 21. Jahrhundert in ein sprachlich dichtes Gewebe, in dem auch Liebe und Fürsorge verstrickt sind. Kunstgriff: auch ein Schriftsteller namens Wieringa taucht auf und begegnet Hugo Adema auf der Suche nach den Kriegstagebüchern des Patriarchen.
Wie wirken Spannungen zwischen Kapitalismus und Faschismus mit Blick auf Verbrechen an Menschheit, Umwelt und Klima? Welche Rolle spielt die Herkunft, wie geht man mit Einsamkeit um? Während man von den Wellen des Romans mitgerissen wird, liegen unter der Erzählung die Gegenwartsdebatten und halten unserer Gesellschaft den Spiegel vor.“
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