Reden aus der Revolution 1790 – 1793
Anacharsis Cloots
Verlag das kulturelle Gedächtnis, 15 €
„Der als Sproß eines preußisch-niederländischen Adelsgeschlechts in Kleve geborene Anacharsis Cloots vertrat in der Französischen Revolution leidenschaftlich die 1789 erklärten Menschen- und Bürgerrechte. Erstmals erscheinen hier Cloots‘ französische Reden in deutscher Übersetzung. Der Literaturwissenschaftler Tobias Roth hat sie übertragen und bevorwortet.
Das Denken über autoritäre Herrschaftssysteme und die Rechte des Menschen hat seit dem 18. Jahrhundert nichts an Relevanz verloren, ist in Zeiten von Kriegen und autokratischen Regierungen von großer Aktualität. Cloots war in jungen Jahren nach Paris übergesiedelt, tauschte sich mit Rousseau und Voltaire aus und machte sich bei Klerus und Obrigkeit unbeliebt. ‚Wenn es irgendwo auf der Welt noch Sklaven und Tyrannen gibt, ist auch meine Freiheit beeinträchtigt und unvollständig‘ war seine Überzeugung, die er mit Leidenschaft in seinen Reden in der Assemblé nationale vertrat. Cloots ist bis heute Zeitzeuge für die damalige Vision einer gerechteren Gesellschaft und einem Kampf für den freien Bürger, Grundlage für ein freies Zusammenleben weltweit, einem moralischen Anspruch, der politischer Imperativ sein sollte.
‚Cloots Reden zeigen einen politischen Denker, unermüdlichen Geistesarbeiter und brillanten Rhetor‘ beschreibt der Essayist und Übersetzer Dr. Tobias Roth den kompromisslosen Kämpfer. Roth, auch Herausgeber literaturhistorischer Werke, hat ausgewählte in dem feinen Bändchen in den Revolutionsverlauf eingeordnet.
Die Ausgabe ist mit ausgesuchter Typographie layoutet, fadengeheftet. Roth hat zudem treffliche Zitate ausgesucht, die man noch heute an die Plakatwände kleben könnte. Eine Schatzkiste der Verlagsarbeit, die uns nachdenken lässt, warum wir gesellschaftliche so wenig voran kommen….“
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